Nachdem die offiziellen Feierlichkeiten vorbei sind, nun wieder zurück im Blog. Am Morgen machten wir mal relax, nicht ausschlafen natürlich, ha ha, was für ein lustiger Joke. Cathy ging mal alleine Lädele und die Kinder genossen die Zeit im Haus. Papa versuchte sich mit Wäsche aufhängen und aufräumen (was er def. besser kann). Am Nami war das Wetter immer noch bescheiden. Wir machten uns trotzdem auf den Weg nach Edam, laut Reiseführer sehenswert. Ein sehr nettes und hübsches Städtchen, sogar Noël mochte wieder laufen (er ist nur unter Protest aus dem Auto gestiegen). Wir fanden einen schiefen Glockenturm (weil sie zuviele Glocken raufgehängt haben) und ein Cafe, dessen Einrichtung gleichzeitig eine Brocki war. Papa kaufte mit Noël ein Holzschiff und der Apfelkuchen war einfach Hammer. Es war zwar sehr schön, aber man hat es auch mal gesehen. Cathys Vorschlag war die Insel Merken. Dank GPS fuhren wir durch weitere nette Dörfli und konnten so im Japan Style weiteres besichtigen. Die Insel Merken war wirklich sehenswert, ein echtes Stück altes Holland, die Szenerie mit dem Meer einfach umwerfend. Da möchte man sofort die Staffelei auspacken und sich in die Farben vertiefen. Aber ja, es hatten ja auch noch alle Hunger. So fanden wir ein schönes Restaurant am Hafen. Beim anschliessend Spaziergang der Hafenmole haben sich Anouk und Noël versteckt, wir dachten schon, sie seien im Ijselmeer versunken, nicht so ein lustiger Joke! GPS lotste und wieder auf lustigen Wegen nach Hause. Aber sehenswerten.
Feiertag
Aufgrund eines Familieninternen Feiertages (18 Jahre Dave und Cathy) heute kein Blog.
Feiertag
Weil heute ja ein offizieller Feiertag ist, das Wichtigste in Kurzform: *waren heute im Freizietpark Drievliet, war ein Heidenspass * Noël ist auf viele Achterbahnen mitgegangen, aber er ist froh, ist er am 1.August nicht zu Hause * Anouk hat mit einem fremden Mädchen Niederländisch gesprochen während sie warten musste, sie schienen sich zu verstehen * Autoscooter heissen Bots-Auto * Spirgis sind nun auch in den Niederlanden * Haben Zuckerstöcke und bengalische Zündhölzer auf dem Balkon abgefackelt, niemand hat die Brandweer gerufen * Es ist warm und sonnig gewesen * Die Kinder finden es sind coole Ferien, Cathy und ich auch * Evert meinte, der Bos-Park sei indeed very big * Halt de Rand Evert *
In Amsterdam, ein Zeitraffer
2:30-4:00 Svea füttern, zweimal wickeln, anschl. Afterhour Party 6:45 Svea wieder wach 7:00 Cathy steht auf und macht Frühstück und Sandwiches 8:00 alle stehen auf 8:40 Abfahrt zum Bahnhof, nachher Zug nach Amsterdam 9:15 Genervt feststellen, dass Tramtickethaus erst um 10 aufmacht, 9:17 Papa fragt am Infostand der Tramlinie, wo man sonst Tickets bekommt, der Auskunftgeber hat keinen blassen Schimmer, hat wohl so ne Jacke geklaut 9:25 nach einigem Suchen einen Automaten gefunden 9:31 Abfahrt zum Van Gogh Museum 9:45 pünktliche Ankunft vor Museum wie von Cathy gewünscht, Cathy und Kinder kommen dank Svea an der langen Schlange vorbei (wohlgemerkt, Museum öffnet erst um 10) 9:47 Papa trinkt friedlich einen Kaffee am Museumsplain, fährt anschliessend an Bahnhof zurück, um Tramtickets für Kinder zu besorgen (die hätten auch eins gebraucht) 10:20 merkt, das man Tickets auch im Tram an einem eigenen bedienten! Billetschalter hätte lösen können 10:40 Suche nach dem Heineken Museum 11:00 mit Türöffnung ins Museum, coole interaktive Ausstellung, hammer gemacht 12:15 Papa trinkt Heineken 12:25 Papa kauft Rugby World Cup Glas 12:35 Ganze Familie wieder beisammen 12:45 Vorschlag Papas, zum Amsterdamse Bos Park zu gehen, nach Tramfahrt und langem Fussmarsch dort ankommen 13:45 Feststellen, das dieser Park 3x so gross wie Lyss ist, und man zu Fuss sehr aufgeschmissen ist, epic fail by Papa 13:46 Alle Velofahrer ins Pfefferland wünschen 14:00 Seilpark finden, Anouk stürmt wegen Seilpark, wird von der elterlichen Gewalt wegen restlichen Mitgliedern, die nicht mitmachen können, abgelehnt 14:30 Gstürm dauert an 14:31 Entschluss, wieder in die Stadt zu fahren 14:32 Merken, das Karte für den Ar*** ist und wir weit laufen müssen bis zum nächsten Bus 15:00 Endlich beim Bus ankommen und in die Stadt fahren 15:30 im Zentrum in einem Kaffee einen feinen Zvieri geniessen, bei der Rechnung abgezockt werden 16:00 durch den Blumenmarkt schlendern, Euros für Tulpenzwiebeln und anderes ausgeben 17:00 mit Tram zum Bahnhof fahren und nach Hause 19:00 feine älplermagronen von Cathy geniessen 19:30 Kinder ins Bett verfrachten, Svea abfüllen 21:09 es ist tatsächlich schon Ruhe, war wohl doch ein wenig weit zum Laufen
I think we learned something today…
Dieses berühmte Zitat aus der Serie South Park soll das Motto dieses Blogs sein. Ungefiltert und durcheinander ein paar Dinge, die wir bis jetzt selber erfahren oder über die Niederlande und ihre Einwohner gelernt haben. Nicht das unser heutiger Tag langweilig gewesen wäre, aber nach einer Woche Holland ist die Zeit reif dafür:
–Das Velo, ja es gibt tatsächlich sehr viele davon inkl. Fahrer. Auf den Trottoirs muss man stehts auf der Hut sein, sie sind gnadenlos. Paradox ist, das bei diesem Fahrstil fast niemand (auch nicht auf Rollern) einen Helm trägt, bisher gesichtete Helmträger: 2. Waren sicher Schweizer auf ner Radtour.
–Einwohner, sie sind sehr freundlich, geben sich extrem Mühe, Englisch oder Deutsch zu reden, und nicht nur in Touristenecken. Viele sind absolut vernarrt in Babys, Svea wäre schon ein paar Mal gestohlen worden. Sehr hilfsbereit sind sie auch, Cathy konnte mit dem Manduca im Zug nicht absitzen und stand deswegen. 4 Leute haben ihr ihren Platz angeboten. Sehr Multikulti ebenfalls. Christoph und Toni bekämen während einer fünfzehnminütigen Zugfahrt Hautausschlag.
–Wasser, überall. Das ist sehr speziell und verleiht dem Land schon einen besonderen Charme. Wer an einem Kanal wohnt, hat sein eigenes Boot vorne im Garten. Noël will nächstes Jahr mit so jemanden tauschen.
–Autofahrer, im grossen Ganzen sehr friedlich, weniger gestresst als bei uns, bis auf wenige Ausnahmen. Auch eine Autobahn kann ab und zu ein Rotlicht haben, weil die Zugbrücke gerade offen ist.
–XXX, ein Teil des Stadtwappens von Amsterdam, und nicht das was jetzt wieder jeder denkt, sondern es sind drei Andreaskreuze.
–Einkaufen, einfach supi (ich weiss, billiger Euro nix gut für Schweiz). Aber kann mir jemand erklären, wiso hier ein Nestle-Baby Food Gläsli (ein schwiizer produkt) nur 1/3 des schweizer Preises kostet? Hä? Preisüberwacher my ass!
–Drogen, nein haben wir immer noch nicht genommen. Wobei sie dealen hier noch mit ganz anderem Stoff: (O-TonReiseführer) Kaufen sie auf keinen Fall weiche oder harte Drogen oder Fahrräder von Dealern an Strassenecken! Eben, es hat viele Velos.
XXX
Nein, das wird kein anrüchiger Blog Eintrag. Obwohl gerochen hat es schon, aber der Reihe nach. Kritische Leser dieses Blogs werden sich fragen, wann denn die Wendels endlich mal nach Amsterdam gehen?! Heute, ja heute war das Wetter günstig für diese Mission. Zuerst ging Mama noch alleine einkaufen. Die Kassen in den Niederlanden sind nicht für Grosseinkäufe ausgelegt. Die Kassiererin fragte Cathy: „When do you stop?“ „I have a big family!“ Wie wahr. Mit dem Zug gings nach Amsterdam Centraal. Papa kann sogar schon den Ticket Automaten bedienen. Svea wurde verkehrstechnisch ins Manduca (so ein Tragdings für Babys auf dem Rücken) verfrachtet. Im Zug lächelte Svea immer eine Frau an, die plötzlich sagte „Gell, ich weiss scho, wärum du mich immer a lachisch, i redä nemläch wiä du!“ So machte Svea und Cathy Bekanntschaft mit einer Auslandschweizerin, die schon seit 10 Jahren hier lebt. In Amsterdam angekommen, machten wir zuerst eine Grachtenrundfahrt. Mit Kindern so etwas zu machen (ausser sie schreien wie Svea zwischendurch) ist sehr spannend. Was sie alles entdecken, was ich sonst übersehen würde. Danach gins zu Fuss in Richtung Stadt. Leider haben wir die falsche Strasse erwischt, und gerieten in eine versiffte Gasse, mit sagen wir mal, gspässigen Gesellen. Anouk bekam ihren Crashkurs in weichen Drogen und Coffee Shops und Papa versuchte sich im Grachtengewirr zu orientieren. Fast an jeder Ecke roch es nach Hasch, bis wir mal einen schönen Platz fanden fürs Zvieri. Irgendwie ist es fast ein wenig lächerlich, all die halbstarken Jungen zu sehen, jo jetzt ziehen wir uns einen rein, endlich erwachsen, jo he. Und dann auch tragisch, wenn man die abgestürzten Gestalten, Dealer und Company sieht, als hätten sich die Schleusen der Reithalle geöffnet und über die Grachten ergossen. Andererseits fanden wir dann auch wieder, dass es für z.B. für Anouk auch gut ist, wenn sie merkt, was es in der Welt sonst noch so gibt. Aber so etwas konnte nur ein Pädagoge schreiben. Wir fanden manche schöne Ecke und zum Schluss ein Pfannkuchenhaus, wo wir zum Znacht schlemmten. Müde und voller Eindrücke gings nach Hause. Svea hat den Manduca Test bestanden, nur schien der süsse Duft von den Gasssen bei ihr das Gegenteil bewirkt zu haben, sie turnte noch bis halb 10 herum…
Intermezzo
Falls ihr euch mal gefragt habt, wie man sich die Schulden der USA vorstellen soll, hier ein grandioser Link dazu:
Good luck Obama!
Svea aan Zee II
Ich bins nochmals. Also manchmal muss ich nicht mal schreien, und alle machen das Richtige! Vielleicht stimmt meine Theorie ja, Sonne = grosser Pool. Ach ja, der heisst schiints Meer, oder wie man hier sagt Zee. Heute hatte ich sogar noch ein wenig mehr vom Tag, da ich von halb 5 bis 6 noch Party in meinem Bett gemacht habe. Schlafen ist doof. Ich habe mich dann doch noch ein wenig erbarmt und habe noch bis halb 8 geschlafen. Ich will ja auch was von den Ferien, so hat Papa nachher mit mir Morgenessen gemacht. Vollgepackt sind wir dann nach Zandvoort gefahren. Also Evert, der Mann dem dieses Haus mal gehörte, sagte: „everybody goes to Zandvoort when it’s sunny.“ Also, wir sind auch everybody, schliesslich ist das am nächsten von uns. Auch hier machte es mir sehr Spass. Ich habe meine Füsse noch nicht ins Meer gehalten, aber es ist schön anzusehen. Es hatte also schon Leute, aber nicht everybody, fand jedenfalls Papa. Speziell war, das am Strand relativ viel Durchgangsverkehr herrscht, mit fahrenden Essens- und Glaceständen. Heute waren sie sehr gemein, sie haben ein Glace gekauft während ich schlief. Ich sah es ihren Mündern an. Ich habe extra ein wenig geschrien, aber es nützte nichts. Nun ja, ich will mich ja um Aufmerksamkeit nicht beklagen. Heute ging sogar Mami ins Meer, das habe ich noch nie gesehen. Mit Anouk und Noël zusammen, die hatten grossen Spass mit ihren Brettern in den grossen Wellen. Noël ist ein paar mal verschwunden, aber er kam immer wieder hoch. Heute gings sehr friedlich nach Hause. Ich habe sogar ein wenig im Auto geschlafen. Ach ja, noch ne Masterfrage: Welches Event (So sagt man ja heute) fand bis 1985 in Zandvoort statt? Zu gewinnen gibts dieses Mal eine Packung Schoko-Streusel. Bis morgen um halb 5.
Svea aan Zee
Heute erzähle ich einmal aus meiner Sicht. Schliesslich kam ich bis jetzt recht zu kurz. Mir gefallen die Ferien immer wie besser. Ich bin wieder ganz fit, was entscheidend dazu beigetragen hat. Mein Tag beginnt um halb 5 , dann verlange ich meine Morgen-Schöppen. Dasselbe nochmals um 7, und dann bin ich fit wie ne Sprungfeder. Lange Schlafen ist doof. Heute spürte ich zum ersten Mal die Sonne auf meiner Haut seit wir hier sind. Und so fuhren wir alle zu einem riesen Pool, also der war so gross, dass man das Ende nicht sehen konnte. Ich bekam eine extra Sand-Krabbeldecke. Obwohl es mir da sehr gefiel, musste ich zwischendurch ein wenig herumschreien. Das Mama ja nicht zu lange liegen blieb.. Papa ging mit den Grossen baden, sie haben von grossen Wellen erzählt, die im warsten Sinne des Wortes cool waren! Es war ein sehr schöner Ort, und das Rauschen half mir am Mittag lange und zufrieden zu schlafen, ich gönnte Mama auch ne Pause, ich bin ja nicht so. Am Nami haben alle wieder Glace bekommen, nur ich musste diesen Brei essen. So schrie ich wieder und fuchtelte wie wild herum, bis ich auch was bekam. Papa meinte, es sei nicht sehr gesund, der hat ja keine Ahnung! Gegen Ende des Tages haben die Grossen ein Gstürm miteinander bekommen, und so sind wir bald gegangen. Unser Parkticket ist lief gerade ab, als wir ankamen, und die Politesse bog gerade um die Ecke. So hatte auch das Gstürm seinen Sinn. Ich will morgen wieder dahin, wenn ich laut genug schreie klappt das sicher.
Shopping
Dank Evert hatten wir die Adresse einer Shopping Meile, die wir wegen des (guess what) immer noch verhaltenen Wetters ansteuerten. Nicht gerade die billigste Variante, aber dann ist das auch abgehakt. Und Evert hatte nicht zuviel versprochen. Gamer und Kleider Läden (ich bin nun stolzer Besitzer einer Game Mania Kundenkarte, die mir der Verkäufer als Souvenir ausgestellt hat) Hema und vieles mehr. Anouk die Frühaufsteherin (auch in den Ferien übrigens, immer um 7 auf der Matte) hat sich etwas sehr sinnloses gekauft (remember die Spinne letztes Jahr): Einen Wecker! Nun ja, ist ja ihr Geld. Aber ich denke sie ist die Einzige in der ganzen Familie Wendel die definitiv keinen Wecker braucht. So verputzten wir die billigen Euros und nutzten das Kundenfreundliche Preisniveau. Martini ist übrigens billiger als ein Six Pack Bier. Und Games kosten 1/3 weniger als bei uns. Zum Glück die meisten auf Niederländisch, sonst wäre ich nun schon Pleite. Am Nami mussten wir natürlich Anouks Zauber- und Noëls Wetterkasten ausprobieren. Sie waren in ihrem Element und sogar Papi kann nun 2 Zaubertricks, was eine Steigerung von 200% zu bisher ausmacht. Ein friedlicher Tag, aber so ein wenig Sommer wäre schon schön. Wie siehts denn bei euch aus (ja ausser bei Christa in Uganda, sie ist ausser Konkurrenz)? Bis morgen, um sieben.
Summerhill auf Friesland
Heute hatte es amMorgen Sonne! Man glaubt es kaum! So schnell ins Auto auf eine historische Bahn und Schiff Tour! Kaum waren wir auf der Autobahn sahen wir schon die ersten dicken Wolken am Himmel. Das kann man schon fast nicht mehr Pech nennen. Nun ja, auf jeden Fall schüttete es nicht wie gestern. In Hoorn angekommen, bestiegen wir einen alten Dampfzug, wunderschön hergerichtet mit authentischem Personal. Das Beste war, dass man während der (zugegebenermassen langsamen) Fahrt auf den Einstiegsplattformen stehen durfte. So wurde für alle Zugfahren wieder zu einem sinnlichen Erlebnis, mit ruckeln, schnauben und Rauch in der Nase. Entlang der Strecke gab es einiges zu entdecken, dass man sonst im IC einfach übersehen würde. Während der Fahrt konnten sich die Kinder wie früher verkleiden, an den Bahnhöfen warteten alte Stationsvorsteher und Oldtimer. Die haben sich echt ins Zeug gelegt.
Nach dem Mittag gings mit dem Schiff Friesland weiter. An Board waren ziemlich viele kleinere Kinder, die das Schiff und das Restaurant in ein Tollhaus verwandelten. Es gab Kinder die am Boden lagen, Kinder die schrien, Kinder die nichts essen wollten und deswegen schrien, Kinder die Versteckis spielten, Kinder die an den Stangen herumkletterten, Kinder die auf die Fre*** fielen und schrien und noch viel mehr. Unsere haben sich relativ gut gehalten, sie fielen sicher nicht auf. Ein besonders frecher Gulmur (Laubeggisch für Freak) sass vis a vis von uns, der war mit Abstand am lautesten. Von den Eltern, keine Reaktion. Summerhill. Auf dem Nachhauseweg im Zug war die Gulmurs wieder, auch noch eine andere, deren Kinder recht lebahft haben. Irgendwann schrie Frau Gulmur etwas durch den Waggon (im Stil von ruhig sein). Die Mutter der Lebhaften und ich schauten uns nur belustigt an. Also wenn ich Niederländisch gekonnt hätte.. uh.. dann hätte ich … aber so richtig! So konnte Frau Gulmur froh sein, dass ich meine Sprachkenntnisse noch nicht entscheidend verbessern konnte.
Findet Nemo
Immer noch Regen, garniert mit Stürmen. Also muss ein Indoor Programm her. Wir entschieden uns für Nemo, eine Art Technorama beim Bahnhof Amsterdam. Die 10 Min Laufen bis Zaandam Station haben usn ziemlich durchnässt. Dafür ist Bahnfahren in den Niederlanden nicht so teuer wie bei uns, die Kinder reisen für 2 Euro 20 mit, egal wohin. In Amsterdam Centraal angekommen roch es (kein Witz) als wir den Bahnhof verliessen nach Gras, wir haben uns fast nicht mehr eingerenkt. Durch Sturm und Regen gings zu Nemo. Dank der weisen Vorraussicht von Cathy kamen wir passend auf die Türöffnung, so hatte es erst wenig Leute, was sich im Laufe des Tages stark ändern sollte. Alle Experimente waren auf Englisch und Niederländisch, was sehr praktisch war. Die kleinen und grossen Kindern hatten auf jeden Fall eine Menge Spass.
Dank dem Euro Kurs sind wir mit den Kosten auch noch im grünen Bereich. Beim Einkaufen haben wir das schon bemerkt, es ist allgemein auch eher billiger als bei uns. Evert und Co. essen wahrscheinlich nur Suppe und Brot, obwohl, die haben wohl eh alles selber mitgenommen. Ach ja, beim nach Hause gehen regnete und stürmte es wieder ziemlich. Roman hat versprochen, dass er am Freitag das schöne Wetter bringt. Wir glauben es ihm nur zu gerne.
Regentaufe
Den Morgen unseres ersten Tages verbrachten wir mit einrichten, spielen und Zimmer umdisponieren. Wir haben entschieden, den 4. Stock nicht zu gebrauchen, 3x in der Nacht Treppen steigen um bis zu den Kindern zu kommen, ne ne. So schläft die kleine bei uns und die Grossen im Meitschi Zimmer, mit eigenem Flachbildfernseher! Nachdem alles eingerichtet war, sieht es doch schon recht akzeptabel aus. Ich will nicht lästern, schliesslich dürfen wir ja hier wohnen. Beim Haustausch tauscht man nicht nur das Haus, sondern auch ein wenig die Art zu wohnen, was schon gewöhnungsbedürftig ist. Aber den Bleeses ist es vielleicht bei uns auch schräg eingefahren, im Vergleich hierzu muss ja unsere Wohnung wie eine Zahnarztpraxis wirken.. So nicht lästern habe ich mir gesagt. Am Nami gingen wir Zaandam erkunden, trotz Regen. Die Kinder hätten sonst die Wohnung auseinander genommen. Es ist ein typischer Vorort, aber das Zentrum ist recht schön, wird gerade massiv umgebaut. Zum Glück schlossen die Läden bald, sonst wären wir schon einen grossen Teil unseres Geldes los gewesen (Hema und Co.) Am Abend mussten dann alle unter die Marmordusche (Zu der wir eine halbseitige Anleitung bekommen haben, immer nachtrocknen, alles abwischen, mti Dusty nachreinigen..). Aber ehrlich gesagt, hatte sie schon Kalkflecken von oben bis unten, nämlech! Das waren nicht wir! Damit das gesagt ist. Nun, wir hoffen auf Besserung des Wetters und werden langsam Warm (also innerlich) mit Holland. Streusel auf dem Brot sind also fein wollte ich noch sagen.
185
Soli, nachdem wir uns einigermassen eingelebt haben, schaffe ich es vielleicht doch noch einen Blog zu schreiben. Vielleicht nicht so regelmässig, aber wir werden sehen. Nach langer Fahrt sind wir an der Opera 53 in Zaandam, einem Vorort von Amsterdam angekommen. Svea hielt sich relativ gut, sie war auch noch nicht gerade fit, aber wir haben ihr zuliebe viele Pausen gemacht. Leider kamen wir in Deutschland nicht wirklich gut voran, aber irgendwann haben wir es dann doch noch geschafft, obligates Tankstellen suchen (das längt scho no) inklusive. Als wir ankamen, war Familie Blees noch im Packstress. Sie machten aber einen netten Eindruck, doch es war auch ein wenig schräg. Schliesslich ist das jetzt unser Haus! Nach dem Abschiedwinken torkelten wir ins Bett, Ruhe war aber erst um 23:00. Das Haus ist recht schön, aber nicht sehr praktisch. 4 Etagen, eine seehr enge Treppe und vollgestopft mit Zeugs. Also so viel Zeugs, hier wäre einmal eine Ausmistete angesagt. Das Bett ist aber bequem, das ist schon mal was. So sind wir dann auch eingeschlafen. Und immerhin wissen wir, das unsere Rene vollgeladen 185 kmh auf die Räder bringt. (Dieser Rekord wurde von Catherine aufgestellt).
Brügge sehen und…?
Hier folgt er, der letzte Eintrag unseres Ferienblogs aus Brügge. Als wäre es gestern gewesen, habe ich heute das letzte mal ein Bierchen auf der Terasse der Magdalenastraat 45 genossen. Da wird uns schon ein wenig wehmütig ums Herz. Die Stadthaben wir noch einmal in vollen Zügen genossen, unsere letzten Busfahrten eingelöst und das letzte Mal den grossen Markt mit Belfried gesehen. Auch stand noch die versprochene Kutschenfahrt auf dem Programm. Die ganzen zwei Wochen haben wir die Leute ausgelacht, die solange Schlange standen für eine Fahrt, nun fanden sich Noël und ich in ebendieser Schlange wieder. Mit sehr erstaunlicher Geduld ertrug Noël das Warten, solange hat er glaubs sowieso noch nie gewartet. Die 30min gingen dann auch schnell vorbei und unsere Kutscherin und Pferd Jessie führten uns durch die Altstadt. Sowas hätten wir wirklich an unserem Hochzeit gebraucht! Die Kutscherin konnte super Deutsch, und dann nicht nur die paar Standartsätze! Die Kinder sassen vorne neben der Kutscherin und waren wieder mal im Flow.Im Hema gabs Zvieri und Cathy liess im Laden noch unsere vorletzten Euro liegen. Zu Hause (noch für 24h) gingen die Kinder und ich im nahen Magdalenapark Boccia spielen, auf einer richtigen Bahn. Damit wäre dann auch das letzte Versprechen eingelöst gewesen. Am Abend besuchten wir ein von Liliane empfohlenes Restaurant, sehr idyllisch und schön auf dem Land gelegen, mit einem riesen Spielplatz, ein super Tipp! Und nun, ja, gehts bald nach Hause. Es hat uns ausserordentlich gut gefallen, Liliane in der Schweiz und in Lyss auch, was uns natürlich sehr freut. So vieles wird uns fehlen, aber wir kommen hoffentlich wieder einmal zurück, Brügge sehen und noch nicht sterben!
Himmelwärts
Nach dem Meeresgrund gings weiter nach Damme (Ja Jean-Claude Van Damme ist auch ein Belgier), ein nettes kleines Dörfchen, das umgeben von Kanälen ist. In einem Souveniershop-Bäckerei-Bistro gabs einen verspäteten Zmittag. Irgendwie müssen wir dann wieder einen normalen Tagesrythmus hinkriegen (die Kinder schlafen immer noch nicht), wir haben ja noch eine Woche Zeit bis Schulbeginn, haha. Nach einem Rundgang durch das Dörfchen gingen wir noch die Kirche besichtigen und stiegen auf den Turm. In einer Nische hatte es ein Taubennest mit einem jungen Täubchen (also eines mit Flügeln natürlich) und seiner Mama, für die Kinder hatte es sich schon gelohnt. Von zuoberst hatte man eine wunderbare Aussicht über die Polders, topfeben. Die Kirche war auch sehr schön, oben an der Decke waren die ältesten Holzfiguren Belgiens angebracht. Die Bilderstürmer konnten sie annodazumal nicht runterreissen, weil ihre Stangen zu kurz waren… Danach fuhren wir nach Hause, das aber nur noch für 2 Tage unser Zuhause ist, leider…
Auf Tauchstation
Heute lösten wir ein jähriges Versprechen ein, dass wir Noël gegeben hatten, wir besuchten den Seafrontpark in Zeebrugge. Letztes Jahr konnte sich noch die Hafenrundfahrt durchsetzen, diesesmal nicht. Die visuell nicht unansprechende Dame am Eingang konnte sogar sehr gut Deutsch (was übrigens noch viele Belgier können). Zuerst ging es ums Meer und was darin lebt, einige Austellungsobjekte musste man sich sogar erkriechen, zum Glück ist Papa nicht steckengeblieben. Danach ging es um den Hafen von Zeebrugge und die Schifffahrt allgemein, das war dann eher für die Älteren interessant. Als Abschluss folgte das Highlight, ein echtes russisches U-Boot aus den 60iger Jahren. Sehr eng, an den Wänden unzählige Kabel, Ventile, Schalter… Kaum vorstellbar, dass das Ding jemals gefahren ist. Unvorstellbar aber, wie man es hier 3 Monate lang aushalten konnte, mit 69 Kameraden, einer Pritsche die man mit 10 anderen teilen musste und eisiger Kälte. Dazu schwammen noch 10 Torpedos (2,5m lang) und 50 Granaten mit, so zur Beruhigung. Den Kindern und Cathy wars so schon zu eng, und am Ende waren wir alle froh diesem schwimmenden Sarg entkommen zu sein. Im Hafen von Zeebrugge passierte übrigens 1987 ein schweres Färenunglück (die älteren mögen sich vielleicht noch erinnern), zu dem der belgische Sänger Milow ein wunderschönes Lied verfasst hat:
Special: Belgische Eigenheiten
Fritieren: Alles kommt in die Friteuse, Hackbällchen so gross wie Tomaten, Cervelats, Bratwürste, Frikadellen, Spiessli… alles sehr gesund!
Der Flame, die Flämin: Auch beim 2. Mal meist reserviert, aber wenn man jemanden ein wenig besser kennt, wie z.B. Thebens, tauen sie dann schon auf. Viele können 2-3 Sprachen, nicht nur an Tourismus- Orten.
Kompliziert: Das doch eher komplizierte Regierungssystem zieht sich durch das Alltagsleben hindurch. Z.B. gibt es verschiedene MwST-Sätze, von 6.5 bis 21%. Das Gas für die Heizung hat einen von 6.5, dasjenige fürs Auto von 21. Da gibt es ganz Schlaue, die neben dem Haus gerade auch noch das Auto tanken.
Die Sprache, immer wieder lustig, hier ein paar Beispiele:
gevogelte: Pouletfleisch / gillen: kreischen, schreien / Knuffel: Knuddel / doolhof: Irrgarten
Friten & Shopping
Wohl zum letzten Mal waren wir dieses mal im Carrefour, für die Kinder ist das einkaufen so schon ein Erlebnis dank dem grossen Spielplatz. Biervorräte wurden natürlich auch eingekauft, um die Zeit nach Belgien zu überbrücken (so die ersten 24 h). Zum quasi Zmittag gingen wir ins Fritten Museum in Brugge. Schon beim Eingang schmeckt es nach Pommesfrittes. Zum Glück nicht im ganzen Museum. Auch hier gab es für die Kinder eine Kurzzusammenfassung, sehr praktisch. Den Film über die Herstellung der Frites mochten Anouk und Noël sogar zweimal anschauen. Das Highlight war eine nachgebaute Frittenbude, wo die beiden sofort die Küche übernahmen und uns bedienten. Im Keller des Museums konntem an natürlich für ein paar Euro noch die richtigen probieren, was wir uns nicht entgehen liessen. Um die vielen Kalorien zu vebrennen, nahmen wir die 366 Stufen auf den Belfried in Angriff. Mama ging derweil auf Shopping Tour, was sich wirklich im C&A auszahlte, bis zu 50% billiger als bei uns. Anouk überredete Noël sogar, bis zu oberst zu kommen. Weiss nicht, wie sie das gemacht hat. Die Aussicht war natürlich wie immer grandios.
Auf dem Heimweg blieben wir in einem Kaufhaus (Hema) hängen, wo es ein günstiges Glacé und WC’s (Schwanger und so..) gab. Nachher machten wir uns daran, unser Taschengeld dem belgischen BIP zuzuführen. Es war nicht so teuer wie z.B. Loeb bei uns, aber die Auswahl sogar noch besser. Dave kaufte sich ein langersehntes Souvenir, dem Cathy sogar in einer schwachen Sekunde zustimmte (eine Minifriteuse) und Cathy Babyzeugs, das fängt ja schon früh an. Danach gings auf den Heimweg, aber mit dem Bus, den wir hatten mittlerweile ein wenig viel Gepäck dabei.
Brügge am Abend
Nun haben wir die Stadt bald zu jeder Tageszeit gesehen, Papa gestern in der Nacht (er war an einem Orgelkonzert) und heute am Abend. Da der Kartoffelstock vom Carrefour sich in eine undefinierbare Masse verwandelte gabs dafür noch ein Dessert. Dazu fuhren wir ins Zentrum, wo an diesem Abend auch noch das Stadtmusikfestival Klinkers (dauert eine Woche) stattfand. Nach lagem Suchen entschieden wir uns wohl für eines der teuersten Cafés am Marktplatz, aber dafür war die Aussicht schön und das Dessert gut. Leider fahren um 9 fast keine Busse mehr, und so war es ein sehr überzeugendes Argument der Kinder, wir könnten ja noch ein wenig Musik hören gehen. Es spielte Superlijm aus Belgien, die Kids fanden einen Platz auf einem erhötem Sims und waren die nächste Zeit im Flow, hin und weg. Es war wirklich noch gut, hier mal zum reinhören:
http://www.myspace.com/superlijm
Wir blieben dann halt ein wenig länger, unter der Bedingung, dass sie nachher ohne Jammern (immerhin noch 25 min und nicht 10, gell Liliane) nach Hause laufen werden. Und siehe da (es war bereits halb zehn), sie liefen wie ein Uhrwerk und machten sogar noch Fangis, manchmal weiss ich nicht woher die ihre Energie hernehmen, vermutlich vom spaceigen Sound aufgeladen…