Heute lösten wir ein jähriges Versprechen ein, dass wir Noël gegeben hatten, wir besuchten den Seafrontpark in Zeebrugge. Letztes Jahr konnte sich noch die Hafenrundfahrt durchsetzen, diesesmal nicht. Die visuell nicht unansprechende Dame am Eingang konnte sogar sehr gut Deutsch (was übrigens noch viele Belgier können). Zuerst ging es ums Meer und was darin lebt, einige Austellungsobjekte musste man sich sogar erkriechen, zum Glück ist Papa nicht steckengeblieben. Danach ging es um den Hafen von Zeebrugge und die Schifffahrt allgemein, das war dann eher für die Älteren interessant. Als Abschluss folgte das Highlight, ein echtes russisches U-Boot aus den 60iger Jahren. Sehr eng, an den Wänden unzählige Kabel, Ventile, Schalter… Kaum vorstellbar, dass das Ding jemals gefahren ist. Unvorstellbar aber, wie man es hier 3 Monate lang aushalten konnte, mit 69 Kameraden, einer Pritsche die man mit 10 anderen teilen musste und eisiger Kälte. Dazu schwammen noch 10 Torpedos (2,5m lang) und 50 Granaten mit, so zur Beruhigung. Den Kindern und Cathy wars so schon zu eng, und am Ende waren wir alle froh diesem schwimmenden Sarg entkommen zu sein. Im Hafen von Zeebrugge passierte übrigens 1987 ein schweres Färenunglück (die älteren mögen sich vielleicht noch erinnern), zu dem der belgische Sänger Milow ein wunderschönes Lied verfasst hat:
Auf Tauchstation
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