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All good things come to an end

Alle guten Dinge gehen einmal zu Ende, so auch unser 9. Haustausch. Immer geht es so schnell vorbei, aber zu Hause wartet (hoffentlich) ein aufgeräumtes Haus auf uns und ein grosses Bett. Die Kinder freuen sich auf die Katzen (und evt. auf die PC’s), das macht das Aufwiedersehen – sagen auch ein wenig einfacher. Das Wetter scheint sich in den letzten Tagen der Abschiedsstimmung anzupassen und zeigt sich eher von der schlechten Seite. Trotzdem machten sich Cathy, Svea und Papa auf nach Llandoudno im Nordwesten von Wales. Ein hübscher Badeort mit grosser Strandpromenade, aber nicht nur das. Lewis Carroll hat in Llandoudno sein berühmtes Buch Alice im Wunderland während seinen Ferien geschrieben, im Moment ist es gerade Sveas Gutenacht-Geschichte (so ein Zufall!) So machten wir uns auf den Alice -Origins-Trail und suchten zusammen Hasenspuren, die uns durch die Stadt führten. Auf dem Weg begegneten wir verschiedenen Figuren aus der Geschichte und den wichtigsten Orten, die zur Inspiration des Buches beigetragen haben. Am Pier hatte es sogar einen kleinen Jahrmarkt, Sveas Trampolin-Runde durfte natürlich nicht fehlen, leider setzte kurz darauf der Regen ein, diesmal so richtig und so machten wir uns auf ins Café zum Zvieri. In der Tourist Information deckten wir uns noch mit den letzten Souvenirs ein (Es hätte so einen coolen Drachen gehabt, aber eben der Platz…) und fuhren danach auf dem North Wales Expressway nach Crewe. Es hätte noch viel zu sehen gegeben (langsam entwickelt sich ein Muster), also nach Wales kommen wir sicher wieder einmal zurück, es hat v.a. die Meitschis recht begeistert. So steht heute noch der Putz-und Packtag an, das gehört dann halt auch dazu. Vielleicht reicht es noch zur Ice-Cream Farm Nr. 2.

Es hat uns sehr gefallen in England, wir wussten ja nicht so recht was uns erwartet und waren positiv überrascht und haben viel Spannendes, Lustiges, Schönes und Beeindruckendes gesehen. Der Oakhurstdrive 22 wird uns fehlen. So bleibt mir nur noch Danke zu sagen fürs Mitlesen und kommentieren, it was a pleasure as always! Einen schönen 1. August und see you soon!

Goodbye from the England-squad!

Off to Liverpool

Die Wetterkapriolen haben Cathy und Svea ein wenig auf die Gesundheit geschlagen, so machten sich die grossen zwei mit Papa auf den Weg nach Liverpool, eine 40 minütige Zugfahrt von Crewe, mit obligatem Perronwechsel und Verspätung. In der City angekommen gings zur Merseyrail, eine Art S-U-Bahn, die das Umland mit der Stadt verbindet. Für fünf Pfund gabs eine Tageskarte für alle Verkehrsmittel, not bad. Zuerst ging es zur Spaceport Ausstellung, das Busfahren war eine Herausforderung da keine Haltestellen angesagt wurden und der Stationsnamen winzig klein an der Haltestelle angeschrieben war. Dank GPS und Google-Maps sind wir an der richtigen Stelle ausgestiegen. Der Spaceport war jetzt nicht so der Hammer, die Ausstellung bräuchte eine Generalüberholung. Zu unserer nächsten Station, der British Music Experience nahmen wir den nächsten Bus, zu dem wir aber 15 min laufen mussten. Liverpool ist im Zentrum und am Ufer des Mersey-Rivers nett anzusehen, als wir aber ins Hinterland der Stadt liefen, waren wir doch ein wenig schockiert. Ziemlich heruntergekommene Häuser, viel Abfall und nicht sehr angenehm scheinende Zeitgenossen. Bielerinnen und Bieler sind sich das sicher mehr gewohnt klar. Der Bus kam auf jedem Fall und unter dem Fluss durch den Tunnel gelangten wir in die British Music Experience. Der Eintritt war ein wenig teuer, dafür hat es ich wirklich gelohnt. Toll gemacht mit vielen spannenden Exponaten zur guten alten Zeit, als noch richtig gute Musik gemacht wurde. Am Schluss konnte Papa sogar diverse Gibson E-Gitarren ausprobieren, die Teenies gingen schon mal ins Café. Anschliessend besuchten wir das grösste Einkaufszentrum Englands, so gross wird es wohl nicht sein. Als wir ankamen, staunten wir nicht schlecht, es war kein Zentrum, sondern ein ganzes Einkaufsdorf, völlig crazy. Wir haben uns aber zurückgehalten und haben nur im Sports-Direct ein Rugbyshirt und im Lindt-Shop gegen unseren Schoko-Entzug etwas gekauft. Mit der anscheinend „weltberühmten“ Mersey-Fähre (ich habe nicht herausgefunden warum die weltberühmt sind) haben wir noch eine Flussquerung gemacht und uns anschliessend im Bahnhof im Pub ein feines Znacht gegönnt. Für acht Pfund gabs einen Burger mit Chips inkl. Pint, in Zürich gibt es dafür nicht einmal ein Bier… Unser Zug für die Heimfahrt wurde kurzfristig gestrichen, aber Anouk nahm das mit einem schiefen Lächeln zur Kenntnis, schliesslich ist sie abgehärtet von der DB. Für Noël spielte es keine Rolle, solange er Akku hatte. Wir haben es dann doch noch Hause geschafft, auf die englische Art mit Verspätung.

Wer hats geschrieben?
Warum fliegen wenn man fahren kann?

Alle Tassen im Schrank

Nach der Hitze folgte der Dauerregen und nach dem Ausschlafen suchten wir nach Ideen, wie wir trotz des Wetters den Tag sinnvoll verbringen könnten. Auf lange Autofahrten hatte niemand Lust. Da kam ein Gedanke angeflogen, der in einer frühen Planungsphase schon einmal präsent war, die Keramik – Stadt Stoke on Trent besuchen. Bei dem Stammbaum den Cathy hat ist das ja fast Pflicht. Aber wo anfangen? Viele Fabriken und Museen haben am Sonntag geschlossen oder sind wie wir von fachkundiger Seite erfahren haben Pleite gegangen (Dudson Keramik). So schlug uns Google das Wegdwood Visitor Center vor. Wenn Papa die Adresse von Beginn an richtig ins GPS eingegeben hätte, nämlich Wegdwood und nicht Wegdewood wäre die Reise ein wenig kürzer gewesen. So trafen wir mit leichter Verspätung in sehr grossen Visitor Center ein. Es hatte sogar noch Platz im Decorating Center und so machten sich alle ausser Mama (die schliesslich Ferien hat) daran, eine kleine Vase zu bemalen. Das machte sehr Spass und war eine entspannte Angelegenheit, auch weil Mama als Creative Director Svea tatkräftig unterstützte. Danach schlenderten wir durch den Shop wo wir die verschiedenen Geschirrsets begutachteten. Leider oder für unser Portemonnaie besser waren auch die Preise angeschrieben und so beliessen wir es beim Schauen. Das Highlight war der Afternoon Tea im Wegdwood Tea-room, echt britisch. Diese Gepflogenheit haben Svea und Papa schon seit einer Weile eingeführt, aber hier bekamen wir noch Anregungen zum Ausbau. Es war ausgesprochen lecker und die Tees waren spitze, zum Glück liess niemand eine Tasse oder sonst was fallen. Es war ausserordentlich relaxt, vor allem wenn es draussen in Strömen regnete. A cup of Tea? war Anouks Lieblingsspruch. Für den übriggebliebenen Dessert gab uns die sehr nette Bedienung eine Kartonbox, um ihn nach Hause zu nehmen. Es hätte auch noch Platz gehabt für die Zuckerdose und das sehr edle Messinggeschirr, aber wir liessen es dann doch besser bleiben. Danke Google für die tolle Idee, heute hat der Algorythmus echt einen Glückstreffer gelandet.

Von unten nach oben essen
Masters at work

Übrigens: Unter mir findet ihr den Beitrag von Anouk und Svea zu ihrer Wanderung!

Määähhh

Zuerst mal möchten wir uns für die Verspätung des Beitrags entschuldigen, aber nach unserer Wanderung im wunderschönen Wales waren wir einfach zu müde.

Wie Dave im letzten Beitrag schon erwähnte waren wir Frauen wandern. Nach eineinhalb Stunden Autofahrt und ganz viel Lina Musik, die wir sehr empfehlen können, waren wir auch schon in Abergwyngregyn angekommen. Wie erwartet ohne Probleme, schließlich sind wir eigenständige Frauen ; ) Dank der guten Wegbeschreibung des Reiseführers fanden wir ohne Komplikationen zu den Aberfalls, zwei wunderschöne Wasserfälle. Dort angekommen assen wir unsere Sandwiches made by Mami, danke nochmal 🙂 Gestärkt und ausgeruht ging es weiter, doch schon bald kamen wir zu einem kleinen Bach. Svea und ich konnten einfach nicht widerverstehen und so waren wir keine Minute später im eiskalten Wasser, natürlich nur mit den Füssen. Svea kletterte geschickt über die Steine und Mom konnte es nicht lassen immer wieder zu erwähnen vorsichtig zu sein und bitte nicht hineinzufallen. Als dann Mami die ersten Tropfen gespürt hat zogen wir schnell die Schuhe wieder an und liefen weiter über den Trampelpfad Richtung Meer. Doch bis zur Meersicht waren noch einige Kilometer, zumindest nach Reiseführer. So ging es weiter bergauf.

Auf unserem Weg über Stock und Stein ( und Schlamm, fand Mama ganz toll, nicht xD) haben wir nicht nur eine wunderschöne Landschaft, die also den Highlands durchaus das Wasser reichen kann, bewundern dürfen sondern auch viele Schafe. Eines von ihnen war sehr verängstigt als plötzlich von beiden Seiten Leute kamen. Es konnte sich aber gerade noch ihn dem Busch verstecken. Sonst waren aber die Schafe sehr neugierig und haben uns über fast die ganze Wanderung begleitet. Svea war dann doch etwas enttäuscht als wir keine mehr sahen, hätten wohl doch eins mitnehmen sollen. Ein Drachen haben wir leider auch nicht gesehen, ist vielleicht gegen den Brexit am demonstrieren. Doch der leckere Erdbeermilkshake und die Scones haben unsere Stimmung schnell wieder gehoben und dank dem Kaffee konnte uns Mami auch wieder sicher nach Hause bringen.

Der grosse Aberfall
Isches chaut?
Da ist doch was im Busch!
Endlich, das Meer <3

Stranger things special: Zugfahren in Britannien

ÖV vergleichen, regelmässige LeserInnen des Haustausch Blogs wissen, dass es ein beliebter Zeitvertreib meinerseits in den Ferien ist. Hier meine äusserst subjektiven und auf einer kleinen Datenmenge beruhenden Eindrücke zum Zugfahren in Grossbritannien:

Autoland Das Vereinigte Königreich ist ein Autoland. Selbst auf Landstrassen ist viel Verkehr und wir sind schon mehrmals irgendwo im Chruut im Stau gestanden. Die Briten besteigen pro Jahr nur halb soviel den Zug wie wir (52 zu 26) und legen deutlich weniger Kilometer zurück. Obwohl das Angebot nicht so schlecht wäre. Für die Strecke heute hätte es drei mal pro Stunde eine Verbindung gehabt. Das ist auch bitter nötig weil es gibt ziemlich oft einen..

Zugsausfall Während 20 Minuten warten am Bahnhof sind drei Züge ausgefallen oder umgeleitet worden, das ist bei uns auch möglich aber nicht so oft. „We are sorry for any inconvenience this incident may cause to your travel plans“ lief in Dauerschleife. Auf der Rückfahrt blieb der Zug im Bahnhof stehen, weil die Scheibenwischer defekt waren. So mussten wir alle aussteigen, aber in 15 min kam zum Glück schon der nächste. Wir haben die Lok noch begutachtet, die Scheibenwischer waren vorher schon nur noch mit Kabelbinder befestigt gewesen… Darum ist es kein Wunder das es oft

Verspätungen gibt. Der Express nach London war immer pünktlich, heute hatten wir weniger Glück. Aber die Virgin Rail app war immer auf dem Laufenden. Auf einem Plakat stand, das letztes Jahr 79% aller Züge nur noch 10 Minuten oder weniger Verpätung hatten, das scheint ein Grund zum Feiern zu sein. Dafür gibt es noch die

Station Service Masters, auch auf den kleineren Bahnhöfen gibt es noch einen Bahnhofsvorstand. Als wir im malerischen Winslow gestrandet waren, hat er alle Reisenden gefragt wohin sie reisen und Auskunft gegeben, welche Verbindung nun am Besten sei. Die Frage ist hier nun nach Ursache und Wirkung, wer war zuerst, die Ausfälle und Verspätungen oder der Station Master. Einerlei, trotzdem schade das sie bei uns überall wegrationalisiert wurden. Den Vorstand vom Kreuzlingen Bernrain Bahnhof kannte ich nach fünf Jahren Semi mit Namen.

Gleiswechsel Es wird viel gemotzt über die SBB, aber glaubt mir sie ist meist ein Geschenk des Himmels. Unser erster Zug hatte 15 Minuten Verspätung, kurz bevor er eintreffen sollte wurde das Gleis gewechselt und alle sind losgerannt. Wir kamen gerade auf der anderen Seite die Treppe hinunter und der Zug fuhr schon ein, im Zug dann ein riesen Chaos. Mit einem Kinderwagen, gute Nacht am Sechsi. Durch die engen Gänge kamen wir fast nicht durch. Der ICN ist eine Turnhalle dagegen. Dafür hatte es extra Personal für behinderte oder ältere Menschen, die sie bis zum Eingang begleiteten. Eher mental eingeschränkt waren dafür einige

Passagiere. In einem Zug terrorisierte eine betrunkene (hoffentlich war sie betrunken und ist nicht immer so) Frau das Abteil, im anderen Zug versuchte ein Habasch den Korken einer Weinflasche mit dem Schlüssel zu entfernen. Dieser rutschte natürlich in die Flasche, aber da sie es sowieso aus Plastikbechern tranken war der Geschmack wohl nicht so wichtig. Seine Angebetete trank es trotzdem. Grosses Kino kann hier auf zwei Schienen erlebt werden. Aber ein Plus gibt es zum

Preis Wir haben von Martin, dem Hausherr von Crewe den Tipp bekommen, eine Family and Friends Railcard zu erstehen. Wenn min. ein Erwachsener mit einem Kind reist ist eine erwachsene Person gratis und die Kinder zahlen nur 60% des Preises. Das ist echt super, vor allem weil auch Ausländer davon profitieren können. So sind wir günstig nach London gekommen, ausser die Reise liegt in den Peek (Haupt-) Zeiten, dann ist Zugfahren auch hier eine teure Angelgenheit.

Abschliessend kann ich sagen wäre der britische Service mit schweizer Präzision wohl das Zugparadies Europas. Oder pädagogisch ausgedrückt, britische Züge hätten grosses Potential.

Zu den Sternen

Heute war wieder ein getrenntes Programm angesagt. Die Girls gingen nach Wales wandern, eventuell folgt da noch ein separater Beitrag. Die Jungs machten sich auf zum Jodrell Bank Discovery Center, auch das ein Tipp von Noël’s Online Freund aus der Gegend. Dorthin gelangten wir mit Zug und Taxi. Zum Zugfahren in Britannien folgt später ein Special. Am Mittag kamen wir im Discovery Center an und suchten zuerst einmal den Picknick-Raum. Sehr praktisch, vor allem an einem Tag wie heute, an dem es mehrheitlich regnete. Danach besuchten wir die sehr interessante Ausstellung und natürlich das Prunkstück der Anlage, das Lovell Radioteleskop mit einem Durchmesser von 250 Fuss (Selber umrechnen). Es war bei seiner Eröffnung 1957! das grösste Teleskop der Welt, und ist heute noch das 3. grösste. Es dient v.a. der Erforschung von Pulsar Wellen (Entstehung und Vergehen von Sternen) und dem Entdecken von Exo-Planeten, auf denen sich evt. Leben entwickelt haben könnte. Falls es Marsmenschen gibt und die ein Handy haben, mit diesem Teleskop könnte man das Handy orten. Der einsetzende Regen vertrieb uns ins Kaffee, wo Noël mit seinen Englischkenntnissen uns den letzten freien Tisch besorgte. Es hätte noch einen kommentierten Rundgang um das Teleskop gegeben, aber unter strömenden Regen machte das nicht so Spass. So bestellte uns die sehr freundliche Dame am Empfang ein Taxi für die Rückfahrt zum Bahnhof. Kurios ist es hier schon, das Sehenswürdigkeiten in England (wie z.B. die Icecream Farm) irgendwo in Nirgendwo sind, hier hatte es aber seine Gründe. Das Teleskop muss sowenig wie möglich von irgendwelchen Strahlen beeinträchtigt werden. Da macht die Abgelegenheit natürlich Sinn. Wir mussten sogar die Handys beim Betreten des Geländes abschalten. Also falls ihr einmal einen Handy-freien Nachmittag braucht, das ist euer Place to be!

Diesmal ein geklautes Bild, weil wir keine eigenen Fotos machen konnten. Das Teleskop ist übrigens Unseco-Weltkulturerbe.
Die aktuelle Messung von heute 11:23:06. Bei Punkt 7 ist deutlich die Nachricht „Send more beer to Mars“ zu erkennen.

Stranger things Episode 2

Da wir gestern einen Hänger-Tag gemacht haben und heute wieder am Strand in Talacre waren, gibt es statt dasselbe aufgewärmt eine neue Episode von „Stranger Things“. Falls Leserinnen oder Leser Erklärungen für die Phänomene haben, einfach in den Kommentaren posten. Danke übrigens an dieser Stelle für alle Eure Rückmeldungen, immer wieder spannend und auch ich lerne dank Euch etwas dazu!

Backöfen: Die waren bis jetzt in 11 Jahren Haustausch ein Alptraum jedes Hausmanns und jeder Hausfrau. Auch dieser ist keine Ausnahme. Schwarz und ölig tropft das Fett von den Gittern und den Wänden. Das Blech kann nur mit einer Zange angefasst werden, eine Kette beim Fahrrad wechseln ist weniger schmutzig. Die Hygiene hat nur schon beim Anblick davon Selbstmord begangen. Warum?

Parkieren Auf Hauptstrassen, in der Innenstadt, Überland wird an der Strasse parkiert, mindestens zur Hälfte auf der Fahrbahn. Das führt zu halsbrecherischen Überholmanövern, heute war es einmal sehr knapp. Dabei hat es ja soviel Platz hier und mit den Parkgebühren alleine könnte der Brexit abgefedert werden. Ich verstehs nicht.

Renntauben Wir haben einen Minilaster überholt, der Renntauben geladen hatte, das ist jetzt kein Scherz. Leider haben wir noch nicht herausgefunden, wo diese Rennen stattfinden.

Rasen Vor den Häusern in Wohnquartieren hat es überall die kleinen englischen Rasenflächen, meistens verlorener Platz. (Parkplätze? Hm?) Keine Schaukel, keine Bank oft nicht mal Blumen. Der Rasen in Wimbledon reicht doch oder?

Stone Gewichte werden hier oft in Stone gemessen. Die imperialen Masse sind ja so eine Sache, aber das war auch für mich neu. Ein Stone hat 6,35 Kg. Sehr praktisch zum umrechnen. Cathy hat sich zuerst bei der Waage noch gefreut… aube schad.

Heiss / kalt Einen Mischer beim Wasserhahn, wie wir ihn gewohnt sind, sucht man hier meist vergeblich. Es braucht einige Übung, beim Duschen die richtige Temperatur zu finden. Noël hat dazu von seinem Liverpooler Online-Kollegen eine Erklärung erhalten. Früher wurde das Warmwasser in Tanks gelagert und die Qualität war dementsprechend schlechter. Deswegen wurden die Leitungen getrennt ins Haus geführt, das sicher immer frisches Wasser zur Verfügung stand. Trotz der Fortschritte, die die Menschheit seither gemacht hat waren die Briten wohl zu bequem, das jetzt auch noch zu ändern. Und Vorsicht, heiss/kalt ist nicht immer auf der gleichen Seite!

Baustellen Auf der M6 trafen wir eine Autobahnbaustelle an, wie sie oft auch bei uns in der Sommerzeit zu sehen sind. Zwei enge Spuren, die gerade so reichen alle Fahrzeuge durchzulassen. Speziell ist hier, das es in diesen Zonen „Free towing“ gibt, gratis Abschleppdienst. Wenn du Pech hast und dein Auto nach der Baustelle liegenbleibt, musst du es selber bezahlen.

Army Im Supermarkt können Eier und andere Produkte erworben werden, von denen ein Teil des Erlöses an die Army geht, die dann damit verschiedene Projekte unterstützt. Okay…, diese Cruise-Missile wurde mit der freundlichen Unterstützung von Sainsbury’s abgeschossen.

Rechts stehen In der Tube in London stehen rechts wirklich alle und links laufen die Leute auf der Rolltreppe. Für Cathy ein völlig neues Lebensgefühl, einmal so richtig auf der Rollltreppe laufen zu können

London Day 2

Du merkst du langsam alt wirst wenn dir deine Kinder in der Schlange zum Frühstück den Tisch wegschnappen. aber keine Bange, es gab für alle etwas. Danach standen zwei Ausflüge auf dem Programm, wo wir uns nach old-school Gender Art aufteilten. Die Boys ins Imperial War Museum und die Girls in den Tower of London zu den Kornjuwelen, schliesslich sind ja Diamonds a girl’s best friend. Im War Museum ging es bisweilen ein wenig patriotisch zu und her, die Ausstellungen waren aber sehr eindrücklich und teilweise auch bewegend, so hatte es zum Beispiel einen verbogenen Rahmen aus dem World Trade Center von 9/11 oder einen zerschossenen Presse-Wagen aus dem Gaza Streifen. Am aufwändigsten war die Ausstellung zum ersten Weltkrieg, viele Orte haben wir wieder erkannt aus unseren Belgien Ferien wie Ypern oder Penschendale. Auch hier reichte ein halber Tag nicht um alles zu sehen, aber unsere Geschichtskenntnisse der neueren Zeit sind nun wieder mehr als aufgefrischt. Die Girls hatten trotz den vielen Leuten im Tower eine gute Sicht auf die Steinchen und Krönchen und alle waren pünktlich zu Mittag im Pub an der London-Bridge. Papa wurde zu einer neuen Mittagessen – Idee inspiriert (Pies) und Anouk fand endlich ein Bier, das ihrem Geschmack entsprach (London Pride). Zur Krone gehört auch eine Königin und ihr Schloss und so nahmen wir den Weg zum Buckingham Palace unter die Schienen. Beim Hinaustreten aus der Green -Park Station schlug uns die Londoner Mittagshitze ins Gesicht, mit letzter Kraft schleppten wir uns zum nächsten Glacé Stand. Der hatte nur noch vier Sorten, der Rest war alles ausverkauft. Beim Palast angekommen, (der ist nicht grösser? -> Noël) war ein grosser Auflauf. Anscheinend gaben sich gerade Boris und Theresa bei der Queen die Klinke in die Hand zwecks Schlüsselübergabe zur Downingstreet 10. Wir harrten eine Weile unter der sengenden Sonne aus und sahen noch Theresa wegfahren, kapitulierten aber danach. Anouk fand ein nettes Café wo wir uns wieder erfrischen konnten. Beim Parlament war grosser Bahnhof, verschiedenste Demonstranten (Unite Ireland, leave now, the End is near Trump is the Antichrist) gaben Boris an seinem neuen Arbeitsplatz einen warmen Empfang. Mit dem Bus gings weiter zum Merch-Paradies Forbidden Planet. Dank dem Londoner Verkehr steckten wir eine Weile im Stau und wurden im Bus gebraten wie in einem Backofen. Zum x-ten Mal an diesem Tag wurden danach unser Wasservorrat aufgefüllt. Überall an den Stations standen Hinweise genug zu trinken und es wurde Wasser verteilt. Das wir in England Gefahr laufen würden, einen Sonnenstich zu holen, damit haben wir nicht gerechnet. Im Forbidden Planet hätte es sehr vieles zu Kaufen gegeben, zum Glück war unser Budget limitiert. Svea hat den Klassiker „101 ways to use a unicorn“ und Anouk und Noël ein „Art of Overwatch“ erstanden. Zum Abschluss gings ins Nandos, ein feines Poulet-Restaurant. In der Euston Station konnten wir anschliessend auch den Perron-Rush mitmachen und fanden alle Platz im Zug nach „Hause“. So schnell gehts vorbei, London’s missing.

A boy’s morning out
Experten – Runde

London Day 1

London’s calling! Trotz detaillierter und vorausschauender Planung weckte Papa die ganze Familie eine Stunde zu früh, weil er ein Durcheinander mit den Abfahrtszeiten bekommen hatte. Leider merkte er es erst am Bahnhof, zum Glück hatte Cathy in der Nähe ein Starbucks entdeckt in dem die Wartezeit überbrückt werden konnte. Pünktlich fuhr der Virgintrain Voyager los und legte die 288km in gut einer Stunde und 40 Minuten zurück, chame nüüt säge gell! In London Euston angekommen gings nach dem Gepäck abladen ins Parcel Yards Pub (ja Klischée) zum Zmittag. Dieses wurde von Noël und Papa im Frühling schon getestet und für gut befunden. Mit der Tube erreichten wir das Natural History Museum, vielleicht bekannt aus Nachts im Musuem 2. Es war/ist riesig! Einem Teil der Familie war es nach einer Stunde zu heiss und zu überlaufen, sie konnten sich im angrenzenden Park erholen. Derweil schauten Anouk und Papa die wichtigsten Exponate im Schnelldurchlauf asiatischer Art an. Anouk hatte es besonders die Aurora Diamanten-Sammlung angetan: Alle bekannten Farbschattierungen die Diamenten annehmen können in einer Pyramide angeordnet. Es hätte noch viel zu sehen gegeben, wir kommen hoffentlich wieder einmal her.

Unser Hotel hatte zwar drei Sterne, aber dank der Klimaanlage im Zimmer hätte es mindestens fünf verdient gehabt, was für eine Erlösung nach dem Summer in the City. Sehr saubere und für Londoner Verhältnisse grosszügige Zimmer. Die Teenies hatten ihr Eigenes, wie die Grossen. Danach ging es mit dem Bus, natürlich oben und zuvorderst zur Paddington Station, das war Sveas vorläufiges Ferienhighlight, Bus fahren. Während die Frauen den Paddington Shop leerkauften beobachteten die Männer das Treiben in der Bahnhofshalle. Sehr amüsant war der Infostand mit den Abfahrtstafeln. Erst 10min vor der Abfahrt steht, auf welches Gleis man muss, die hetzenden Briten zu beobachten war ein Schauspiel für sich, aber sehr gesittet das Ganze. Der Ansager am Infostand liebte seinen Job und gab laufend Updates, welches Gleis jetzt dann gerade bekannt gegeben wird. Beim Leicester Square genossen wir anschliessend ein Burger und Frites Znacht (empfohlen von einem Online-Kollegen von Noël aus Liverpool) im Five Guys. Es war sehr lecker, nur bekamen wir eine extra riesen Portion Frites dazu, nächstes Mal sind wir schlauer. Im Lego – Shop wurden alle sofort wieder Kinder, als sie durch die Türe gingen. Die ausgestellten Modelle waren echt der Hammer. Eine nachgebaute U-Bahn die sogar eine Sitzgelegenheit hatte und vieles mehr. Ein Grossteil des Feriengeldes haben wurde dort liegengelassen. Da waren wir im M&M’s Shop vis à vis geradezu geizig. Interessant übrigens, das amerikanische Schokobons in London als „britische“ Errungenschaft verkauft werden. Nach der nächtlichen Heimfahrt mit der Tube krochen alle müde aber zufrieden in ihr kühles, kuschliges Bett. Zwischendurch von Sirenengeheul geweckt träumte Svea wohl von ihrem eigenen roten Bus, gesteuert von Paddington persönlich.

Welche Farbe nochmal?
the best View!
Vollmond in London

At the beach in Cymru

Heute schien die Wetterprognose vielversprechend, d.h. kein Regen. Also nichts wie los an den Strand! Leider ist er von hier eine ziemliche Autofahrt Stau inklusive entfernt, aber das liess uns nicht von unserem Plan Strand Talacre abbringen. Endlich angekommen versuchten sich alle zuerst einmal vor dem starken Wind zu schützen, der einem den Sand direkt ins Gesicht blies. Aber die schöne Aussicht war es wert, ein laaanger Strand mit sehr schönen Dünen, und sogar einem Glacestand. Die Liegestuhlvermietung wurde schon ein wenig vermisst, aber man kann nicht alles haben. Noël, Svea und Papa wagten sich dann doch ins Wasser und wurden mit hohen Wellen belohnt. Nachdem sich alle genug verbrannt hatten machten wir uns zu Fuss noch auf ins Dörfli, wo Svea einen Spielsalon entdeckt hatte. Innert Kürze wurden alle vom Münzschieber -Fieber gepackt, besonders Noël und Svea entwickelten eine wirkungsvolle Taktik. Praktisch war, das man mit two- Pence Münzen spielen konnte, das gab pro Pfund doch jedesmal eine rechte Summe. Zum Schluss haben wir 8 Pfund verspielt, für den Hauptpreis reichte es leider noch nicht, ich denke wir müssen noch einmal vorbei. Da uns noch eine lange Autofahrt bevorstand machten wir uns auf den Heimweg, trotz viel Verkehr kamen wir müde aber zufrieden an, und nach der feinen Pasta von Mama kehrten auch die Lebensgeister zurück. Morgen gehts ab nach London, der nächste Blog folgt somit leider erst übermorgen, London’s calling!

Eigentlich hat es nur Platz für ein Auto..
Foto by Noël, 100% Filter-frei
Mamas neuer Nebenjob, Fotis für Konfbilder zu schiessen

Der Planet der Affen

Habt ihr schon einmal Affen auf Autos fahren sehen? Nein? Wir heute schon, und das war nicht nach einem ausgedehnten Pub-Abend. Aber der Reihe nach. Wegen des unsteten englischen Wetters gab es heute eine Auswahl zwischen dem Welsh Mountain Zoo und dem Knowsley Safari Park. Die Wahl war von Kinderseite her schnell getroffen, zum Glück muss man im Nachhinein sagen. Die 45 min Autofahrt gingen diesmal wegen einer Sitzrochade ohne Probleme über die Bühne. Im Safari-Park konnten wir verschiedene Gebiete mit dem Auto durchfahren (Noël: bester Zoo ever) und die freilaufenden Tiere beobachten. Papa hatte zwar zu Beginn ein wenig Bedenken, erkläre mal der Versicherung das unser Mietauto von einem Nashorn gerammt wurde, in ENGLAND! Aber es lief alles gut. Es war sehr spannend und der Park war riesig, es gab also viel zu sehen. Beim Affengehege gab es grosse Diskussionen, da es zwei Wege gab. Ein Weg führte durch das Gehege und ein anderer sicher darum herum. Zum Glück las Noël in der Beschreibung: Caution, the monkey will damage your car! So setzte sich die konservative Fraktion durch. Aber auch von Draussen war es ein riesen Gaudi, den Affen zuzuschauen wie sie auf den Autos rumturnten und mitfuhren, wir haben Tränen gelacht. Tja ihr glaubt mir nicht? Schaut selbst (zum Glück nicht unser Auto): https://www.youtube.com/watch?v=a1ilaWNs5lk

Ebenfalls sehr witzig war die Zollkontrolle der Kamele, das wäre doch was für das chronisch unterbesetzte Grenzwachtkorps. Am Ende des Parks war noch ein „statischer“ Zoo, aber nicht minder interessant. Vor allem die Meerkaten und die Busch-Dogs hatten es uns angetan. Leider konnten wir keines mitnehmen. Dazu hatte es noch einen kleinen Lunapark wo sich die jüngste und die ältesten Kinder austoben konnten. Interessant war, das die Autoscooters auch hier das Gaspedal und Steuer links hatten, die armen Engländer sind wohl komplett verwirrt. Zum Znacht gab es zu Hause Pfannkuchen, die verräterisch ähnlich schmeckten wie die letztes Jahr aus dem Albert Heijn, ich vermute diese Firma hat ein Monopol.

Händ si öppis s’Verzollä?
Diese Hunde findet sogar Papa toll!

P.S. Falls ihr einen Kommentar schreiben wollt, einfach auf den Titel des Beitrages klicken und nach unten scrollen, wir würden uns freuen von Euch zu hören!

Fliegende Legenden

In Reichweite befindet sich ein Ableger des RAF Museums von London, das Noël und Papa im Frühling besucht haben. So ergriffen wir die Gelegenheit, dieses zu besuchen. Auf der Hinfahrt machte es sich bemerkbar, dass sich unsere Kinder längere Autofahrten nicht mehr gewohnt sind, was zu diversen kleineren Konflikten zur Musikwahl, lautes Mitsingen und Reviergrenzen auf dem Rücksitz führte. Navigatorisch duellierten sich das GPS mit Google-Maps um die beste Route. Zuerst sah es gut aus, gegen Ende fuhren wir durch einen kleinen asphaltierten Feldweg mit meterhohen Hecken (Höchstgeschwindigkeit 60 m/ph). Aber Cathi steurte den Hyundai Tanker sicher durchs dichte Grün, so dass wir unbeschadet zum RAF Museum in Cosford gelangten. Natürlich waren die Jungs bald im Flow bei den vielen Exponaten und Anouk bereute es vielleicht, keine Kampfpilotin-Karriere eingeschlagen zu haben, hmm, so ein wenig? Am Spannensten war der Hangar zum kalten Krieg, wo die Flugzeuge mit vielen Hintergründen zu Sport, Kultur, Politik und dem Race to Space ergänzt waren. Es war auch eindrücklich, was die britische Aviatik-Industrie so alles zusammengezimmert hat, das sehr speziell (Blackburn Beverley), bei Inbetriebnahme schon veraltet (Blackburn Roc) oder eine Fehlkonstruktion (Havilland Comet) war. Wenigstens haben sie viel Nachschub für die Museen. Svea wollte leider kein Red -Arrows Pilotenkombi kaufen, obwohl es so cute gewesen wäre. Auf der Rückfahrt wollte uns das GPS wieder durch die Heide jagen, deswegen wechselte der erste Navigator auf Google Maps, was aber nicht immer so genau war. Als das GPS wieder die Führung übernahm wollte es uns an einer Kreuzung über eine doppelte Sicherheitslinie lotsen. Die Revolution der Maschinen wird noch um ein paar Jahre verschoben.

Ready for Take off!

Stranger things, Episode 1

Die Grundidee des Haustausches ist, verschiedene Kulturen einander näher zu bringen. In dieser neuen Rubrik werde ich zwischendurch ein paar Dinge vorstellen, die uns während unserem Aufenthalt verwirrt oder irritiert haben: stranger things.

  1. Die Varley-Familie hat eine ausgeprägte künsterlische (aka bastlerische) Ader. So finden sich im Wohnzimmer mehrere Lampenschirme aus Kabelbindern, alle Regale sind vollgestopft mit diversen Werken aus verschiednen Epochen der Familie, viel Spass mit Abstauben.
  2. Im Garten hat es Vogelfutter für Tauben, das auch rege genutzt wird. Anscheinend hat es in Crewe noch keinen Überschuss dieser lästigen Viecher.
  3. Der Esstisch steht im Wintergarten, eine Viertelmeile von der Küche entfernt. Da kommt mir gerade in den Sinn, Noël sollte von der Expedition Geschirr verräumen langsam wieder zurück sein…
  4. Nirgends stehen Abfallkübel oder Komposteimer vor dem Haus, meist sind sie zuhinterst im Garten, sehr praktisch.
  5. Im Quartier hat es ein „Achtung Ente“ Verkehrsschild, aber wir haben noch keine Ente gesehen. Müssen wohl Freunde vom Kaiman im Hallwilersee sein.
  6. Von den Fenstern kann man nur den oberen Fünftel querstellen. Dafür braucht man bei ein paar Fenstern sogar einen Schlüssel.
creative gardening

Ankommen

Nach einer mehr oder weniger ruhigen Nacht mussten wir uns zuerst einmal zurechtfinden in unserem neuen Zuhause, das so seine Eigenheiten hat (siehe weiter unten). Danach war Einkaufen angesagt, im grossen Sainsbury’s. Mama versuchte ihr Glück mit der Einkaufsliste alleine und der Rest machte die verschiedensten Abteilungen unsicher. Bei den Spielsachen hatte es doch recht viel Gamer-Merch, sehr fortschrittlich! Ein weiteres Highlight war die Sportabteilung, wo Anouk einen WM 2019 Rugby Ball einkaufte und Papa einen Football ausprobierte. Leider war der Double-Slant-fifty-right-short auf Anouk ein wenig überworfen und traf stattdessen ein Gestell mit Gieskannen. Nach der Instandstellung desselben machten wir uns schnell und leise auf zur Kleiderabteilung, wo es sogar Football-Merch hatte, sehr fortschrittlich! Nachdem Svea Mama gefunden hatte ging der Rest die wichtigen Dinge für die nächsten Tage einkaufen, Noël fand neue Doritos Chips mit passender Sauce und in der Bier Abteilung war es dann doch angebracht, ein Wägeli zu holen. Sollte sich bei der Degustation der diversen Sorten ein Favorit herauskristallisieren, wird er auf dieser Seite selbstverständlich vermerkt. Für Mama wurde noch der Cider – Bestand aufgefüllt und dank des grossen Kofferraums kam alles mit nach Hause. Nach einer ausgedehnten Siesta gingen wir noch ins Nachbarstädtchen Nantwich, dort hatte es vor allem viele Coiffeur Salons und eine schöne Kirche. Dem stärksten Regenguss sind wir in einem Kafi ausgewichen. Im heimischen Wintergarten haben wir ein ausgedehntes Abendessen genossen, so lässt sich sogar das schlechte Wetter aushalten. Wobei man sich hier ja nicht über das Wetter beschweren darf, ist halt so ne.

Quizfrage, was hat diese Dose mit Emails zu tun?

Living on the left lane

Los gehts auf die Insel, genauer gesagt nach Crewe, Cheshire, 40 Minuten südlich von Manchester, nahe an der Grenze zu Wales. Nach Tagen des Putzens und Räumens (EDI Lyss sei Dank) sassen wir endlich im Zug an den Euroairport. Es liefen schon die ersten Wetten, wieviel Verspätung unser Flug nach Manchester haben wird, am Schluss waren es dann 45min. Aber dank des fortgeschrittenen Alters unserer Kinder konnte auch die Wartezeit überbrückt werden. Unsere Geduld wurde an diesem Tag noch weitere Male auf die Probe gestellt, wir mussten lange auf den Bus in Manchester zum „Rental Car Village“ warten (Isch es dä, nei, dä? nei, warum nid? Ig ahn es youtube video gseh vo däm Bus, dä isches nid!) und bei der Autovermietung weil das System zweimal abgestürzt war. Irgendwann sassen wir dann im grosszügigen Hyundai und Cathy erprobte ihre eingerosteten Linksfahr-Fähigkeiten. Ohne Kratzer kamen wir beim Oakhurstdrive 22 in Crewe an, einem very britischen, ziemlich vollgestopften aber sauberen Haus. An Sveas Hochbett mussten noch diverese Schrauben nachgezogen werden aber sonst machte alles einen recht stabilen Eindruck. Noël und Papa gingen noch auf eine spätabendliche Einkaufstour, damit wir am nächsten Tag auch was zu Essen hatten. Bis 23:00 haben hier die Läden geöffnet, das wär doch mal was hä? Nicht nur einmal in der Woche Abendverkauf bis neun Uhr. Verwirrend war, das in den anschliessenden Träumen noch kein Linksverkehr herrschte, die Gehirne müssen sich erst anklimatisieren.

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Bevor wir in Truebsal verfallen, haben wir den letzten Tag noch ausgenutzt, also fast alle, Noel hat einen Teil davon verschlafen, aber dazu sind Ferien ja auch da. Die Maedchen gingen noch einmal mit dem Velo nach Haarlem auf Einkaufstour, Svea entpuppte sich als richtige Shopping Queen. Sie wird mal verschiedene Kreditkraten mit grosser Limite brauchen. Papa machte sich auf zum Spotterplatz von Schipol, der quasi um die Ecke liegt. Wie in Zuerich wurde auch dort ein grosser (gratis!) Parkplatz eingerichtet und man hatte eine super Sicht auf die Piste, ohne Zaun vor der Nase. Haette ihn zu Hause nicht eine hungrige Familie erwartet, er waere wohl immer noch dort. Es hatte auch erstaunliche viele Frauen, die diesem Hobby froenen, sehr begruessenswert wegen Gender uns so. Am Nami ging es an den Strand, der mit grossen Wellen aufwartete und viel Action bot. Die Kinder waren wohl fast eine Stunde im Wasser. Danach wurde leider der Wind staerker und bevor wir das Erlebnis vom letzten Jahr wiederholen wollten, packten wir zusammen. Svea protestierte aufs Heftigste, aber sie wurde ueberstimmt. Nach einer Chocomel ging es ihr auch schon wieder besser. Nun steht das Packen an und morgen das Putzen, aber wir sind ja faengs ein eingespieltes Team. Hier noch die Highlights unserer Familie:
Svea: Die grossen Wellen am Meer
Cathy: Der Strand, das Meer und Haarlem
Noel: Der Flug
Dave: Haarlem, die Wellen und der Klaprozenweg
Anouk: Der Strand und die Wellen

So bleibt mir nur noch Euch zu danken liebe Blog-Leser fuer eure Zeit und eure Kommentare und Rueckmeldungen! Es war mir wie immer eine Freude zu schreiben und hoffentlich bis naechstes Jahr, mal schauen wohin es uns verschlaegt. Tot Ziens!

Fotos van de dag: (Spotters Paradise & Noels Chinnock Schnappschuss)

Alles Kaese!

Von Beginn der Ferien an war es Cathys Wunsch, einmal einen Kaesemarkt zu besuchen. Nach intensiven Recherchen fand sie heraus, das heute in Alkmaar ein groesser Schau-Markt stattfindet, ab 9 Uhr jede Stunde. Puenktlich um elf sassen alle mehr oder weniger freiwillig im Auto und wir fanden sogar im ersten Anlauf einen Parkplatz in einem nahegelegenen Parkhaus. Immer noch in der Zeit mussten wir noch fuenf Minuten am Fluss anstehen, bis die Bruecke wieder da war (habt ihr schon einmal auf eine Bruecke gewartet?) Und so waren wir sogar fuenf Minuten vor Beginn auf dem Marktplatz und konnten uns sogar noch einen Tribuenenplatz ergattern. Aber nach 15 Minuten wurden wir von unserem Sitzplatz verscheucht und die Tribuehne wurde uns sprichwoertlich unter dem Hintern weggezogen, so ein Kaese! Wir haben den Grund nicht erfahren, warum der Markt schon beendet wurde. Vielleicht war es dem Kaese zu warm. ABER es lag nicht an unserer Planung, denn ganz viele andere Besucher schauten ziemlich konsterniert aus der Waesche. Beim Zuruecklaufen kam uns eine gestresste Familie mit Kinderwagen entgegen, die Mutter rief dass sie nicht so pressieren muessen, es gehe ja bis 1 Uhr… Ich habe sie nicht gewarnt, weil ich sie nicht um diese wertvolle Erfahrung der Enttaeuschung bringen wollte. Alkmaar waere sonst ganz huebsch gewesen, aber in dieser Hitze und diesem Gewuehl wollten wir uns das nicht antun. Dafuer schlug bei unseren sonst sehr ausdauernden Kindern im Auto die Ferien-Trinitaet des Schreckens zu: Hitze, Hunger und genervt sein. Es besserte sich erst, als wir im nahegelegenen Bergen an Zee in einem netten kleinen Beachrestaurant die besten Frites (voll Bio und so) der Ferien bekamen und dazu gab es typische Kroketten und Frikadellen.
An diesem etwas kleineren aber sehr schoenen Duenenstrand waren wir schon einmal und bekamen sogar netten Besuch von Spirgis (Liebe Gruesse an dieser Stelle an die Familie von Roman und Kerstin!), nachzulesen unter Amsterdam 11, Svea met Spirgis am Zee. Im kuehlen aber erfrischenden Wasser verabschiedete sich die Trinitaet vollends und wir genossen einen schoenen Strandtag. Am Eingang zum Strand hatte es eine Strandbibliothek wo man gratis Buecher ausleihen oder tauschen konnte. Da Papa seines gerade fertig gelesen hatte, konnte Mama ein neues nehmen, was fuer eine tolle Idee! Damit alle genung Schatten hatten, baute Mama ein ultimatives Strandzelt. Auf dem Meer drehte ein schneller Jetski seine Runden, Svea ist sich nun nicht mehr sicher ob sie einen Freund mit eigenem Pferd moechte oder einen Hollaender mit Jetski. Sie ueberlegt es sich noch. Zu Hause gabs ein feines Mama Znacht und zum letzten Mal fuer eine Weile gingen wir in den Albert Heijn einkaufen. Morgen ist schon unser letzter Ferientag, am Sonntag heisst es putzen und packen. Ach dabei haetten wir uns nun so richtig eingelebt.

Foto van de dag: (Strandzelt design by Cathy & De Meuron)

Citybeachfun

Fuer Svea stand heute morgen ein spezielles Programm auf der Tagesordnung: Linnaeushof Spielplatz, schiints der groesste Spielplatz von Holland. Mit Mama durfte sie nachschauen, ob es auch zutrifft. Und tatsaechlich liess er keine Wuensche offen: Autoscooter, Pedalofahren, Wasserspiele, Haengegleiter und vieles mehr wurde geboten. Natuerlich waere eine Spielkameradin super gewesen, aber Anouk zog es vor den Morgen skypend zu verbringen und Noel schlafend. So musste Mama als Sparring-Partnerin herhalten, was ihr ziemlich gut gelang. Papa machte unterdessen mit dem Velo! einen Ausflug in die Stadt. Leider hatte der Gamerladen noch zu und so machte er einen Stadtrundgang und deckte sich mit der (obligaten) Fahne des Ferienortes ein. Um die Ecke war die grosse St. Bavo Kirche, in guter alter Wendel Tradition musste dieses eindrueckliche Gebaeude natuerlich besichtigt werden. Auf der Orgel in St. Bavo haben schon Mozart und Haendel gespielt, Mozart mit zehn Jahren wohlgemerkt. Das beste fand Papa die Hondenslagerskapel, eine Kapelle die den Hundevertreibern von St. Bavo gewidmet ist. Spontan zuendete er im Gendenken an diese wackeren Maenner eine Kerze an. Nach einem verspaeteten Pfannkuchenzmittag, bei dem alle wieder vereint waren, gabe es eine Siesta und nachher ging es an den Strand nach Noordwejik. Ja Zandvoort waere zwar naeher aber dort ist es ein bizeli schoener. Welch ein Aufsteller als wir ankamen, auf die Liegestuehle mit Windschutz gab es wegen der fortgeschrittenen Zeit 60% Rabatt, ned schlecht! Da die Flut erst um Acht erwartet wurde, blieb noch genug Zeit fuer Svea und Papa, eine Sandburg mit Grachten zu bauen. Aber auch diese wurde nachher weggespuelt. Dank Wifi vom nahen Cafe wurden die vielen Restaurants vie Google Bewertung evaluiert, und so fanden wir in einer netten Pizzeria Platz, wir mussten nicht mal so lange warten (Cathy und Anouk warteten vorgestern in Haarlem in einer Beiz 1h auf das Essen..). Zum Sonnenuntergang ging es nach Hause, mit leicht ueberdrehten Kindern auf dem Ruecksitz. Uns wurde wieder neu bewusst, wie schoen es ist, sonst kein Auto mehr zu haben. Nene, es war alles noch im Rahmen. Mittlerweile ist schon Ruhe eingekehrt an der Johann de Wittlaan 27. Ferien scheinen manchmal anstrengend zu sein.

Fotos van de dag: (badass flag von Haarlem & best chapel ever)


Svea auf dem Spielplatz und Sunset at Noordweijk)


Leaving Nemo

Heute machten wir ein getrenntes Programm: Cathy und Anouk zog es mit den Velos „bedenklich“ und „unbequem“ nach Haarlem City auf Shopping Tour und die wackeren Forscher ins Nemo Science Center (Der Bruder des Technorama) nach Amsterdam. Vom Centraal Bahnhof war es noch ein rechtes Stueck zum Laufen, natuerlich erinnerte ich mich daran, als wir vor acht Jahren dieselbe Strecke mit Kinderwagen im stroemenden Regen zurueckgelegt hatten. Diesmal hatte es wenigstens nur Wind. Angekommen fanden wir einen ziemlichen Trubel von Besuchern vor (Warum geht ihr nicht an den Strand bei diesem Wetter?). Mit der Zeit konnten wir uns dann doch zu den verschiedenen Attraktionen durchschlagen. So erfuhren wir allerlei Wissenswertes ueber die Technik und unseren Koerper. Auch fanden wir heraus, das Noel sehr gut spiegelverkehrt zeichnen kann, er sollte Zahnarzt werden. Nein besser Kieferspezialist, gibt mehr Kohle. Nein ich werde mich jetzt nicht ueber die Kosten fuer eine medizinische Aufnahme aergern, wir sind in den Ferien. Hoffentlich geniesst Dr. Walder seinen Trip durch die USA auf seiner neuen Harley, sponsored by Wendels. Der Hit war ein grosses Rad an der Wand dass sich drehte, auf dem man laufend neue Muster legen konnte. Wer findet auf dem Tagesfoto Noels Muster? Nach Stauseebauen und Hebelkraft assen wir auf der fantastischen Terrasse des Nemo bei bester Aussicht auf die Stadt zu Mittag. Draussen hatte es auch noch einen Wasserspielplatz, den Svea ausgiebig nutzte. Danach (schlauer Papa) ging es einen kurzen Fussmarsch zum Bus statt den langen Weg zurueck. Wenn denn unsere OV Chipkaart auch fuer die Ueberlandbusse gegangen waere, dem war aber nicht so. „Wait for the City Bus“ sagte die aeusserst motivierte Busfahrerin. Also dann waiten wir halt. Aber jetzt mal seriously, jetzt haben die so ein klasse System mit der Chipkaart, die man zu Beginn und am Schluss einlesen muss. Sie koennen jeden Meter abrechnen, den du faehrst, und muessen nicht nur eine Hochrechnung machen wie in der Schweiz. Aber es ist nicht moeglich, in zwei verschiedenen Busfirmen mitzufahren. Die machen mich noch fertig, zuerst der Klaprozenweg und dann das! Der City Bus kam natuerlich nicht mehr und so liefen wir zur naechsten Metro. Waere es nicht schneller gewesen von Beginn an zum Bahnhof zu laufen? fragte Svea. Ja eigentlich schon, aber ja.. Ein Kompliment an meine Kinder, die nicht motzten auf dem Heimweg. Auf der Heimfahrt zickte noch unser GPS rum und fuehrte uns auf eine falsche Abfahrt, wir konnten der Ausfahrt Haarlem nur noch zuwinken. Vielleicht haetten wir es nicht so anschreien sollen, als die Spracherkennung nicht funktionierte. Bis die Maschinen die Weltherrschaft uebernehmen, dauert es wohl noch ein wenig.

Foto van de dag: (Fractals are love, fractals are life! Greetings to Mathelier Solothurn}