In Reichweite befindet sich ein Ableger des RAF Museums von London, das Noël und Papa im Frühling besucht haben. So ergriffen wir die Gelegenheit, dieses zu besuchen. Auf der Hinfahrt machte es sich bemerkbar, dass sich unsere Kinder längere Autofahrten nicht mehr gewohnt sind, was zu diversen kleineren Konflikten zur Musikwahl, lautes Mitsingen und Reviergrenzen auf dem Rücksitz führte. Navigatorisch duellierten sich das GPS mit Google-Maps um die beste Route. Zuerst sah es gut aus, gegen Ende fuhren wir durch einen kleinen asphaltierten Feldweg mit meterhohen Hecken (Höchstgeschwindigkeit 60 m/ph). Aber Cathi steurte den Hyundai Tanker sicher durchs dichte Grün, so dass wir unbeschadet zum RAF Museum in Cosford gelangten. Natürlich waren die Jungs bald im Flow bei den vielen Exponaten und Anouk bereute es vielleicht, keine Kampfpilotin-Karriere eingeschlagen zu haben, hmm, so ein wenig? Am Spannensten war der Hangar zum kalten Krieg, wo die Flugzeuge mit vielen Hintergründen zu Sport, Kultur, Politik und dem Race to Space ergänzt waren. Es war auch eindrücklich, was die britische Aviatik-Industrie so alles zusammengezimmert hat, das sehr speziell (Blackburn Beverley), bei Inbetriebnahme schon veraltet (Blackburn Roc) oder eine Fehlkonstruktion (Havilland Comet) war. Wenigstens haben sie viel Nachschub für die Museen. Svea wollte leider kein Red -Arrows Pilotenkombi kaufen, obwohl es so cute gewesen wäre. Auf der Rückfahrt wollte uns das GPS wieder durch die Heide jagen, deswegen wechselte der erste Navigator auf Google Maps, was aber nicht immer so genau war. Als das GPS wieder die Führung übernahm wollte es uns an einer Kreuzung über eine doppelte Sicherheitslinie lotsen. Die Revolution der Maschinen wird noch um ein paar Jahre verschoben.
