Vielleicht kennen ja die einen oder anderen meine Vorlieben für Eisenbahnen und ÖV. Hier folgt eine Beschreibung, wie man in Brügge Bus fährt. Leider fährt Liliane nie Bus (sie nimmt wohl immer das Velo, es hat hier extra abgetrennte Spuren für Velos), also konnte sie uns nicht helfen. Wie erwähnt, mussten wir das selber rausfinden wies geht. Der Rest ist learning by doing. Je suis touriste, da ist vieles nicht so schlimm.
1. Kaufe eine De Lijn (sprich de Lein, nämlech!) Karte. Die Fahrten sind 25% günstiger, als wenn man sie im Bus kauft. Das ist quasi wie eine Wertkarte, es kann beliebig viel Geld draufgeladen werden. Man kann sie in ganz Flandern gebrauchen.
2. Finde heraus, durch wieviele Zonen du fährst. Selbst das Orakel von Delphi hat besser Auskunft gegeben. Das ist nämlich nirgends angeschrieben. Die Dame im Lijnwinkel (sehr praktisch übrigens, die hat es an mehreren Orten) sagte mir das ganz Brügge eine Zone ist. Find i guet, wär au mini Idee gsii.
3. Finde die richtige Linie. Also einfach ist, Richtung Zentrum heisst Centrum, wieder zum Bahnhof heisst Station. Das Problem ist, das die Linien selten eine Strasse paralell hinauf und hinunterfahren, sondern meist Ringe fahren. Somit weiss man nie genau, in welche Richtung man einsteigen soll.
4. Entwerte deine Karte. Das muss man beim Fahrer tun, soviel mal, wie Leute mit deiner Karte mitfahren. Hinten drauf steht dann, wieviel du noch übrig hast (das merkte ich erst nach einem Tag…) Dann ist die Fahrt 1h gültig. Beim umsteigen muss man das wieder machen, aber nur 1x, da der Fahrer sieht, wieviel mal man schon abgestempelt hat. (Das hat mir eine Chauffeuse auf Englisch erklärt, mal ehrlich, wieviele Busfahrer in Biel können Englisch?)
5. Kinder sind billiger und haben eine eigene Karte. Ich zahle 80 cent, Anouk 60 Cent, für 1h in der ganzen Stadt. Den Motor von unserem Auto anlassen kostet mehr.
6. Du musst wissen wo aussteigen. Es gibt keine Durchsagen und Anzeigen. Heute, als wir in den Park fuhren, stiegen zum glück auch noch andere aus, sonst wären wir irgendwo gelandet.
7. Der Onlinefahrplan steht auf Rechtschreibung. Zwar alles auch auf Deutsch, aber die Haltestellen müssen auf flämisch und in Grossbuchstaben geschrieben werden, abkürzungen ausgeschrieben (St. ->SINT). Dann gehts.
8.Die Anzeigen auf dem Bus sind ein Mysterium. Vorne und auf der Seite steht nicht dasselbe. Wir haben noch nicht rausgefunden, welches das Via und welches die Endstation ist. Irgendwann kommt jeder beim Bahnhof vorbei…
Wie gesagt, wenn mans raus hat, sehr praktisch und günstig. Ich kann die Karte in ganz Flandern brauchen, in Antwerpen damit UBahn fahren oder das Küstentram benutzen. Das finde ich sehr praktisch, vorausgesetzt, ich weiss, durch wieviele Zonen ich fahre…

da ist ja links fahren noch einfacher 😉 (habe es heute auspobiert) – und ich hoffe, dass das Bussystem hier einfacher ist – finde es morgen heraus! Geneisst die FERIEN (ob mit viel Blogg oder weng). Kiwi Gruss Christa
Jedes Land scheint sein „Bus Procedure“ zu haben, du kannst dich auch schon auf Dublin freuen 😉 Liebe Grüsse aus Dietikon!
Hallo
cool der blog. Bin froh, dass Ihr Euch noch dazu entschlossen habt. Gestern haben wir den Geburi von Aliya gefeiert und Pit war zum Glück mit seiner Brut in den Ferien:)! Die Kinder habe heute die Katze raus gelassen, aber statt jetzt zu schauen wo sie ist, schauen sie fern. So war das eigentlich nicht abgemacht. Ich gehe jetzt dann mal schauen. Bei uns ist es relativ kühl zur Zeit, keine Chance für Badi. Na ja es bessert dann sicher wieder. Bis bald und geniesst es
Nicole
In Dublin kennst du dich ja aus, oder??