Belgium inside part I

Ich könnte jetzt über den schönen Strandtag schreiben, den Wind, die grossen Wellen und die Sonne. Das kennt ihr aber sicher schon, woher auch immer. So werde ich nun auf die bisher beobachteten Eigenheiten dieses für mich vorher unbekannten Landes eingehen. Die Autobahnen hatten wir schon, kommen wir zum zweiten typischen Eigenschaft, die dieses Land hat:

1.Die Sprache oder besser gesagt die Sprachen. In den Ardennen wurden wir mit schönstem Schulfranzösisch verwöhnt, da hätte sogar Xenia Hönig ihre Freude an mir bekommen! Soweit kein Problem, es hat auch niemand Englisch mit uns gesprochen (wie jeweils in Südfrankreich). Kaum waren wir über die Sprachgrenze, wurde es kompliziert. Flämisch lesen, okay, das kann man sich noch zusammenreimen. Reden keine Chance. So haben wir nun eine Wette laufen: Catherine beginnt jeweils auf Englisch, ich auf Französisch (wobei hier eine gewisse, mir bekannte Abneigung, gegenüber dem Französischen erkennbar ist). Bis jetzt ist es etwas 50:50, mit welcher Sprache man erfolgreicher ist. Das Dumme ist nur, wenn das Gegenüber fast perfekt Deutsch könnte… Nun ja, es ist auf jedenfall spannend. Die  Flämischen Ausdrücke sorgen regelmässig für Lacher, so heisst das Spital hier „Zieckenhujs“, was ja dem eigentlichen Sinn sehr nahe kommt:-), oder heute am Strand hat ein Vater seinen Sohn mit „gopfertori“ zusammengestaucht, soll man jemand sagen, berndeutsch sei nicht international!

2. Einkaufen: In dem von Corneel empfohlenen Laden waren wir heute einkaufen. Es übertraf meine schlimmsten Befürchtungen. Der Eingang hat knapp Platz für einen Einkaufswagen, der Laden selber überfüllt, die Schlangen bildeten sich quer durch den Laden, wie beim Weihnachtsverkauf. Im Innern ist der Spruch „Das Auge kauft mit!“ noch nicht so durchgedrungen, es sah aus wie an einer Armeeliquidation der somalischen Streitkräfte, düsteres Neonlicht, meterhohe Metallregale, verwirrende Anordnung und sehr sehr eng. Alle 1o Sekunden fährt ein Gabelstabler quer durch den Laden um die Gestelle aufzufüllen, an die sowiso niemand ran kommt.  Der Joker war der Gemüse – Früchte raum. Voll klimatisiert auf ca. -5 Grad, nach zehn Sekunden sind die Finger steif gefroren und unfähig, einen Beutel mit Gemüse zu füllen. So haben wir nur bereits abgepacktes Gemüse gekauft, dass dann doch wieder an der Kasse auf die Waage musste… Beim Fleisch hat es ein riesen Schaufenster, bei dem muss ein Bestellzettel ausgefüllt werden und irgendwann kann man es dann abholen. Convinience for you!! Wir gingen danach in den (laut Corneel) teureren Laden, der genau so eng und überfüllt war, dafür schöner und so teuer wie bei uns. Morgen gehen wir ins Carrefour, nämlech, gopfertori nochmals!!

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