Strand ja oder nein? Nochmal Meteo checken. Schlussendlich siegte das Nein-Lager. Ich fand heraus, dass es auch ein Tourist Day Ticket gibt, mit dem man sogar Wasserbus fahren kann! (Also das hier keine Missverstaendnisse entstehen, der Wasserbus ist ein Katamaram der am Fluss feste Haltestellen hat, aber er ist kein richtiger Bus) Man muss nur wissen wo! Diesmal im Arriva Shop in Dordrecht. Vor dem Mittag ging es los und kaum waren wir beim GRATIS Park and Ride angekommen, kam auch schon unser Bus. In der Stadt angekommen gingen wir auf die von den Kindern schon lange gewuenschte Hafenrundfahrt. Die war wirklich sehr spannend und wir haben sogar schweizer Container gesehen! Ob sie wirklich immer wissen, was in welchem Container ist und wo er hingehoert? Immerhin werden 12 Millionen davon jedes Jahr in Rotterdamm umgeladen. Svea ging die Hafenrundfahrt dann doch ein wenig zu lange, was sich auch akustisch und physisch bemerkbar machte. Nach einem ausgeglichenen veganen Zmittag im McDonalds ging es allen schon wieder viel besser. Danach machten sich die Frauen in die Leijnbaan auf, die aelteste Fussgaengerzone Europas. Und hier ist es mal wirklich eine Fussgaengerzone, keine Velos, keine Busse einfach nichts ausser Fussgaenger, geht doch! Ich machte mich mit Noel zu den naechsten Game Shops auf, wo es zwar viel schoenes hatte, aber elektronisches ist leider auch hier nicht gratis und die euros gegen Ferienende langsam knapp. Zu hause hat sich Noel dann ein Upgrade fuer sein Zelda Spiel gekauft und der Frust war wieder vergessen. Danach gings ins Poffertjes Haus, aber die waren dort nicht so gut wie am Strand, man kann nicht alles haben. Unter stroemendem Regen gings zum Bus zurueck, wo leider der Wartesaal geschlossen war und so mussten wir im Regen warten. Dem Wasser kann man hier wirklich schlecht ausweichen.
Ich weiss, letztes Mal hat mich die Schadenfreude ueber Velourlauber schnell eingeholt. Dieses Mal war es aber eher Mitleid, darum erlaube ich mir Episode 2 der Serie „Niemals Veloferien!“ hier zu notieren:
Als wir zum Wasserbus kamen, wartete auch schon eine voellig durchnaesste vierkoepfige Familie am Steg mit ihren vollgeladenen Velos. Die Schlafsaecke tropften schon und ich fragte mich, wie sie wohl heute Abend gedenken zu schlafen. Als der Bus losfuhr/schwamm merkten sie, dass sie den falschen erwischt hatten (nicht das es Aussen gross angeschrieben gewesen waere aber das tut hier nichts zur Sache). Der Vater diskutierte eifrig auf Englisch mit der Matrosin, die sich alle Muehe gab aber ich hatte den Eindruck das er gar nicht richtig zuhoerte. Auf keinen Fall wollte er ein Ticket bezahlen, da sie ja im falschem Bus seien. Irgendwann hat er dann doch eingelenkt und die Matrosin konnte ihn ueberzeugen an der uebernaechsten Haltestelle auszusteigen, dann koennten sie ihr Ziel halt per Velo erreichen. Beim naechsten Halt gingen sie bereits entnervt von Bord, die Matrosin versuchte ihnen zu erklaeren das sie warten sollen, da sie von der Seite den Fluss nicht ueberqueren koennen. Stur verliessen sie den Bus hinaus in den noch immer stroemenden Regen. Als wir abgelegt hatten fand die Matrosin die vergessene Regenjacke der Juengsten auf dem Sitz.
Am Wasser gebaut
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