Seehunde und Schafe im Nebel part II

Auf dem Ring of Beara gings in Richtung Dursey Island. Dann stand uns die abenteurlichste Seilbahnfahrt unseres Lebens bevor. Hoch oben und 250m lang ueber den Atlantik, ohne Begleitung wohlgemerkt. Zuerst mussten wir aber noch zwei Fahrten abwarten, da nur sechs Leute reinpassen (oder 6-8 Schafe, fuer die hat es sogar Futterkrippen!). Das Warten verkuerzte der Hund des Ticketofficers, am liebsten ging er zu Dave, natuerlich. Dann endlich waren wir an der Reihe. Die Tueren mussten wir selber schliessen, und dann gings los. Durch die Bretter im Boden konnte man soger nach Unten auf das Wasser sehen. Als Ermunterung hing in der Kabine noch der Psalm 91. Doch wir haben es unbeschadet ruebergeschafft. Ein einmaliges Erlebnis. Auf der Insel Dursey wohnen sogar noch ein paar Leute (und bayrische Rentner), sonst hat es aber gar nichts. Nein nicht mal ein Souvernir Shop. Herrlich langweilig. Per Fuss machten wir uns auf Erkundungstour und entdeckten Schafe, also dann hatte es noch Schafe und atemberaubende Klippen und Brandungen. Schiints sollte man auch Delphine, Wale, Haie und das Monster von Loch  Ness von der Insel aus sehen, nun ja, es war ihnen wohl zu neblig. Dafuer fanden wir noch ein verfallenes Kloster und ein Tafel, auf der vom Massaker von Dursey um 1640 berichtet wurde. Damals ermordete ein englischer Lord (wer sonst?) auf seinem Feldzug die ganze Inselbevoelkerung. An jeder Ecke von Irland wird man wohl solche Geschichten finden, trotzdem lebt man heute (fast ganz) friedlich nebeneinander, eindruecklich. Wir haben es nicht einmal ansatzweise geschafft, die Insel zu umrunden und so fuhren wir mit der Seilbahn wieder zurueck (deren Hinweise zur Benutzung uebrigens 22 Punkte umfasst). Sie ist die einzige in gan Irland und war die lange Fahrt wert. Zurueck durch zerklueftete Felsen auf engen Strassen geleitete uns der Ring of Beara nach Kenmare wo es endlich einen Znacht gab und um halb Zehn waren wir todmuede aber gluecklich zu Hause. Traeumten von kuschligen Seehunden, abstuerzenden Seilbahnen und Schafen im Nebel.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert