Hier folgt es nun, das abschliessende Resumée, damit ist der Belgien Blog vorläufig beendet. 1 Artikel über das Schottenfest folgt noch. Tot ziens!
Land: Zuerst die grosse Unbekannte, aber wir haben es richtig liebgewonnen! Für Badeferien (halt nur im Sommer, aber wenn badet man sonst noch) ideal und auch die Kultur kommt nicht zu kurz. Die historischen Stätdchen haben uns sehr gefallen und Anouk erzählt heute noch vom Belfried (warum häts das z’Lyss nöd?). Ziemlich sauber und übersichtlich, selbst wenn man des flämischen oder französischen nicht mächtig wäre, würde man sich gut zurechtfinden. Vielseitig und interessant, wir gingen morgen schon wieder! Es fehlt ein wenig der mystische Touch, aber wir sind ja keine Hippies, darum gibts von mir eine 6
Leute: Also eigentlich ganz freundlich, die Flamen sind nur extreeem reserviert. Das habe ich mir von verschiedenen externen Quellen bestätigen lassen. Unsere Beobachtungen haben also gestummen. Man würde es schnell mit Arroganz verwechseln, aber sie sind einfach sehr zugeknöpft. In Belgien gibt es ein Sprichwort, das es gut zusammenfasst: Still ist, wo kein Wind weht. Corneel hat über die (Deutsch!)-Schweizer gesagt: They are very friendly and open minded. Das sagt ja dann wohl alles. Für die Belgier gibts eine knappe 5
Essen: Kochen können sie, und nicht nur Waffeln und Frites. Dieses Land ist etwas für Feinschmecker, und das Bier, da kann ich nur eine 6 geben!
Wetter: Wir haben sicher Glück gehabt, meistens ist es sehr wechselhaft. Wir konnten auch spontan entscheiden, ob wir ans Meer wollen. Das Klima ist angenehm mild, keine brenntige Sonne. Dafür wird es am Abend doch frisch, lange Terrassenabende hat es nicht gegeben. Die haben mir schon ein wenig gefehlt. Aber sonst tip top. 5.5
Preise: Etwa gleich wie bei uns, einzelne Dinge sind ein wenig billiger. Top sind die Preise für den ÖV und die Verbindungen sind gut, wenn auch das Rollmaterial, aber lassen wir das. Essen kann man auch gut mit einem kleinen Budget. Eintritte sind jenachdem schon eher teuer (15 Stutz für auf den Turm, na ja) aber es gibt auch günstige Gelegenheiten und Spass für wenig Geld. Autobahnen sind gratis (Corneel fragte, ob es denn wirklich eine Vignette brauche, könne man nicht Überland fahren..) 5
All in all: Ein Land, das es sich zu entdecken lohnt! Gerade soweit wie Südfrankreich, nur viel spannender! Freunde wird man nicht so schnell finden, aber eines der 600 Biere wird einem sicher trösten. Dann ist ja auch noch das Meer da. Auch unser zweiter Haustausch war ein grosser Erfolg, es war schön aufgeräumt und sauber bei uns und alles hat geklappt! Wir würden wieder so Ferien machen. Danke fürs Mitlesen und kommentieren, es hat mir sehr Spass gemacht. Ach ja, wir kaufen uns nächste Woche ein Waffeleisen!