Das Gespenst zeigte sich nicht, so konnten wir alle ruhig schlafen und anschliessend den Zmorgen geniessen. Highlight fuer Noel war der Durchlauftoaster. Die Falls of Shin, ganz in der Naehe, waren unsere naechste Etappe. Die Falls ein wenig klein, aber in einer schoenen Landschaft, dafuer hatte es einen sehr coolen Spielplatz mit Hindernislauf. Noel und Anouk sahen danach aus wie nach der Kampfbahn in der RS. Da sich das Wetter laufend besserte, konnte sich Cathy’s Vorschlag durchsetzen und wir besuchten das Schlachtfeld von Culloden. Dort haben die Englaender den Jakobitern und Highlaendern eine vernichtende Niederlage zugefuegt und danach alles schottische abgeschlachtet. (fuer Interessierte: http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_bei_Culloden) Ja schnell ein Denkmal anschauen, dann weiter. Denkste! Was wir dort antrafen fesselte mich als Paedagogen sehr. Mithilfe der EU wurde ein Battle Memorial errichtet mit Museum und allem drum und dran. Aber nicht so ein abgestaubtes, sondern top modern und didaktisch absolut genial umgesetzt: Audio Zeugenberichte, Computergrafiken die den Schlachtverlauf erklaeren, original Waffen und Ausruestungen, 4x am Tag erzaehlt ein verkleiderter Soldat die Geschichte der Schlacht, alles kurz und buendig erklaert, super aufgemacht. Man konnte auch einmal eine Muskete in die Hand nehmen (sehr schwer und fast unmoeglich zum zielen) Highlight war das Schlachtfeld selbst, wo man mit einem Audio GPS guide spazieren konnte und an markierten Stellen erzaehlten Beteiligte ihre Geschichte, untermalt mit Schlachtlaerm. Es war, als wuerde rundherum der Kampf wieder aufgenommen werden. Sehr eindrucksvoll. Nur Noel fand es ein wenig langweilig, so desertierten wir beide ins Cafe. Dort hatte es einen lustigen Hinweis: healthy options, Betonung auf OPTIONS! Sehr sympathisch, keine Spur von diesem Fitnesswahn bei uns. Das waere sicher ein Tagesausflug gewesen, ein Grund zum wiederkommen. Auf der weiteren Heimfahrt durchquerten wir wieder die mittleren Highlands, die eben so sind wie man sie sich vorstellt. Mehr im Norden war es wieder mehr bewaldet. Nun wussten wir auch, warum man Schottland im Gegenuhrzeigersinn erkunden sollte, damit das Beste am Schluss kommt! Wir machten noch Halt im Highland Folk Museum, das wie der Ballenberg aufgemacht ist, aber nach meiner Erinnerung daran (ich denke da an ein Traumatisches Erlebnis Anfangs meiner Teenie Jahre) war das hier viel spannender. Noel musste alle Maschienen und Drescher und Muehlen ausprobieren, definitv im Delirium befand er sich vor der Saegerei mit einem echten Wasserrad Antrieb, dort brachte man ihn nicht mehr Weg. Dann besichtigten wir noch ein nachgebautes Highlander Haus aus Torf und Holz. Am Feuer erzaehlte uns eine Highlaenderin etwas ueber die damaliege Lebensart. Da musste man schon sehr gut miteinander auskommen, denn 3 Generationen teilten sich 2 Raeume, im Winter noch die Tiere dazu. Nur zum Sterben, wenn man krank war oder fuer die Hochzeitsnacht hatte es ein extra Bett im Vorratsraum. Als wir rauskamen rochen wir wie eine Flasche Laphroig Single Malt, dieser Geruch hat sich nun definitv in mein Gedaechtnis gebrannt. Auf der weiteren Fahrt spielten Anouk und Noel die Schlacht von Culloden nach, aber sonst ging es ganz gut. K.O. aber voller Eindruecke war dann um 23:00 auch Ruhe im Haus eingekehrt.
17. Juli Ein geschichtstraechtiger Tag II
Schreibe eine Antwort