Ferien in den Ferien, das haben wir auch noch nie gemacht. Das Schoene war, das die Reise schon ein Erlebnis war. Unser erstes Ziel war die Isle of Mull, mit dem Hauptziel Iona. Vorab durchs beruehmte Glencoe Tal, wo es uns und vor allem Cathy die Sprache verschlug, Bravehart Kino 1:1. Leider war das Wetter ziemlich mies, das wir nur vorbeifahren konnten, aber selbst das war sehr eindrucksvoll. Waehrend der Fahrt merkten wir, dass wir uns mit den Distanzen ein wenig verschaetzt hatten, vor allem wenn nach 30 min die Autobahn schon aufhoert… so nahmen wir direkten Kurs auf Mull. Well, direkt kann man dem nicht sagen. 1h bis zur Faehre und dann auf der Insel noch einmal 1h fuhren wir ueber single track Roads, der definitve Alptraum jedes Fahrschuehlers. Das sind einspurige Strassen und alle 50-100m hat es eine Ausweichstelle, wer naeher bei einer ist, muss anhalten und den anderen vorbeilassen. Da ist volle Konzentration angesagt, v.a. wenn einem in einer Kurve ein Bus entgegenkommt, dessen Fahrer die Strassen gut kennt und dementsprechend schnell faehrt. Diverse Bremsspuren zeugen von waghalsigen Manoevern. Aber Cathy meisterte diese Herausforderung mit Bravour und brachte uns sicher ans Ziel. Zum Glueck fuhr auch um 16:00 noch eine Faehre (sonst Zeter Mordio von Papa) nach Iona (Faehren werden nur von einer Gesellschaft betrieben und kosten ein Vermoegen). Das Wetter besserte sich und die lange Fahrt war es wert. Iona, eine kleine Insel mit einer grossen Geschichte. Von hier zog der heilige Columban aus, um Schottland zu christianisieren, das Book of Kells wurde hier geschrieben und es ist die letzte Ruehstaette zahlreicher Koenige und Innen. Iona Abbey war sehr eindrucksvoll, eine kleine schlichte Klosteranlage wo auch heute noch eine Glaubensgemeinschaft beheimatet ist. Man fuehlte sich dem Himmel ein Stueck naeher. Das ist jetzt ein wenig kitschig, aber dieses Gefuehl hatte man wirklich. Auf der langen Rueckreise ueber die engen Strassen ging alles gut, das ganze hat auch noch eine soziale Komponente, man winkt freundlich wenn man vorbeigelassen wird oder am meisten Freude macht man einem schnelleren Fahrzeug, wenn man es ueberholen laesst. Ach ja, ganz vergessen. Das groesste Hindernis auf der Strasse sind Schafe, die ueberall (auch auf der Strasse) herumlaufen und sich einen Dreck um Autos scheren. Lebensmuede Viecher… Anouk und Noel fanden das natuerlich sehr lustig. Endlich am anderen Ende der Insel in Tobermory angekommen, wurden wir in der Jugendherberge herzlich begruesst. Einfach aber sehr sauber. Die Kids, die sich den ganzen Tag sehr gut gehalten haben, waren ein wenig ueberdreht. Nach dem Znacht im huebschen Doerfli gingen wir zu Bett, schlafen wollten aber nur die Eltern…
15. Juli Off to the Highlands I
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