26. Juli 2008

FOTOS!

Check out:

Fotos

Hier noch ein Foto vom Haus, da wir keines selber gemacht haben (by Emma):

house.jpg

Kommentare Kommentare | Rubriken: Ferien Schottland | Autor: dave




24. Juli 2008

The Résumée

Well, nun sind wir schon seit zwei Tagen wieder zu Hause, da der Mensch ja ein Gewohnheitstier ist, kommt es uns vor als wären wir nie weg gewesen. Aber als ich gestern wieder mal einen Reel via MP3 im Auto hörte, bekam ich schrecklich Fernweh. Zeit also Bilanz zu ziehen, vor allem im Hinblick auf eine weitere Haustausch Tätigkeit. Um das ganze ein wenig zu trennen, habe ich es ein wenig aufgeteilt, damit es auch ein wenig wie ein Lernbericht aussieht (Noten von 1-6) :-)

Schottland an sich: Eine Wundertüte deren Inhalt absolut süchtig macht, sehr vielseitig und abwechslungsreich. Wenn man sich ein wenig für Geschichte interessiert absolut genial, sonst hat aber auch die Landschaft sehr viel zu bieten. Ich ginge morgen schon wieder. Abzug gibts eine halbe Note für das Wetter, aber wenn man sich darauf einstellt und die richtigen Kleider mitnimmt, kein Problem. 10 min später ist es jeweils schon wieder anders. 5.5

Geld: Lebenskosten haben wir gefunden sind in etwa gleich, auch die Qualität der Lebensmittel (Gemüse kommt ja auch aus Marokko). Ohne Haustausch hätten wir uns das aber sicher nicht leisten können, da Mitwagen (ohne Auto gehts nicht) und Hotels sehr teuer sind. Ebenfalls sehr ins Geld gehen alle Eintritte, von denen die meisten aber ihr Geld wert waren (ausser Loch Ness und der Deer Park). Das wussten wir zum Glück im Voraus und so reute es uns auch nicht, man will ja schliesslich auch was sehen. Dank den Geheimtipps von Emma fanden wir aber auch Dinge, die nichts oder sehr wenig kosteten, die waren wirklich Gold wert. Eine Note Abzug für die Loch Ness Monster Ausstellung und das sauteure Benzin (2,60 Fr der Liter Bleifrei..) und das die Kinder meistens schon ab 3 zahlen nochmals eine halbe Note 4.5

Verkehr: Very relaxed, fast niemand hupt, fast alle haben Geduld. Wenn man mal auf der falschen Seite fährt wird man freundlich nach links rüber gewunken. Strassen sind nummeriert was sehr praktisch ist. Single Road Tracks waren ein Abenteuer, ging aber ganz gut. Zug ist auch ziemlich teuer (fast wie bei uns) aber praktisch, Bus fahren nur im Notfall. Vorwärts kommt man ohne Autobahn leider nicht so schnell, da haben wir uns in den Zeiten ziemlich verschätzt. Abzug gibts für den Park and Ride Bus und die Busbetriebe Lothian 5.5

Familienfreundlich: Schon besprochen. Es war sicher für uns auch ein grosses Plus, dass sich unsere Kids so begeistern liessen und (fast) alles mitgemacht haben. Sonst ist für den Plan B meistens ein cooler Spielplatz in der Nähe. Vieles haben wir ein wenig im Schnellzugtempo gesehen, ist also sicher ein Grund diese Insel nochmals zu besuchen. Da gebe ich eine für mich Anfangs überraschende 6

Sehenswürdigkeiten: Da weiss man nicht wo beginnen. Es hat sicher für jeden was dabei, wobei die Schwerpunkte schon Geschichte und Landschaft sind. Wem beides nichts sagt, der sucht sich lieber einen anderen Ort für Ferien. Meine Topfavoriten: Loch Leven Castle, Tantallon Castle, Iona, Schottische Parlament, Jugi im Carbisdale Castle, St. Andrews, Falkirk Wheel, Culloden Battle Memorium und die mid- Highlands. Bei all dem kann ich nur eine 6 geben

Essen: Ich will es mal so ausdrücken: Wenn man selber kocht und die eigenen Gewürze mitnimmt ist es kein Problem, (v.a. Aromat!). Auswärts, na ja. Emma fand es bereits in der Raststätte La Cote wahnsinnig gut, das sagt ja schon alles.. 3.5

Haustausch: Ein Wagnis das sich gelohnt hat! Wir hatten sicher auch Glück, das die Chalmers so unkompliziert und flexibel waren. Niemand hat geschaut, wieviele Joghurts im Kühlschrank waren zu Beginn, am Schluss ging alles wieder plus minus auf. Auf die Details kommt es sicher auch an, das alles gut klappt (z.B. der richtige Kindersitz im Auto). Es war sicher mehr als normale Ferien, den Komfort eines richtigen Hauses (mit ADSL, zwei Badezimmern, riesen Spielzimmer mit Spielsachen) während 2 Wochen zu geniessen war schon genial. Und man fühlte sich weniger als Tourist sondern mehr als Einheimischer und lernte auch die Lebensart kennen. Der Kontakt zu den Chalmers hat mich auch sehr gefreut und auch unsere Nachbarn hatten ihre helle Freude an Ihnen. Die Geheimtipps waren unbezahlbar und dass man im Voraus schon wusste wo einkaufen, wie kommt man am besten in die Stadt, wo ist der nächste Arzt, was tut man bei schlechtem Wetter usw., alles war schon klar. Sparte viel Zeit und man konnte sich aufs Wesentliche konzentrieren. Eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte und ein Kontakt, der sich (hoffentlich) auch mal im real Life und nicht nur durch Glasscheiben oder via Email fortsetzt. Wir haben es sicher gut getroffen und es war im Voraus ein rechter Aufwand, hat sich aber um ein Vielfaches ausbezahlt, wir bezeichnen uns nun definitiv als “Homelinker”. 6

Soli, nun bleibt nur noch ein grosses Thank you fürs Mitlesen/ schreiben und Mitinteressieren und ich hoffe, dass ich bald die Fotos online kriege. Bye bye!

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21. Juli 2008

21. Juli Feels like home..

Da sind wir nun wieder, an der Aarbergstrasse 64e. Die Rueckreise und der Flug gingen ohne Probleme, alles klappte prima. Auf dem Rollband fuer die Koffer durften die Plueschnessies mitfahren, um die Wartezeit zu ueberbruecken, ach ja, meine Tastatur hat ja wieder ein ü, gerade noch einmal üüü! Noël und Anouk hatten riesen Spass daran, und als alle ihre Koffer hatten machten sie sogar eine ganze Runde. Das Auto war am beschriebenen Ort, den mir Emma zuvor per sms mitgeteilt hatte. Das normale Parking Ticket kostete nur 5 CHF, was doch einen erheblichen Unterschied macht. Die ersten Meter mit unserem Auto waren wieder eine ziemliche Gewöhnungssache, die Kupplung war so streng, Papa hat sich den Kopf angeschlagen, so wenig Platz und dann noch rechts fahren.. Auf der Autobahn haben wir ein paar Autos aufgehalten, weil wir schön brav mit 120 auf der linken Seite fuhren. Zu Hause angekommen war es sehr speziell, jetzt wurde mir so richtig bewusst, dass jemand anders hier gewohnt hat. Nicht dass ein Chaos geherrscht hätte. Aufgeräumt und geputzt war es prima, schweizer Standart würde ich sagen. Sondern andere Dinge, z.B. als ich den Kühlschrank aufmachte, da hatte es Dinge drin, die ich noch nie gesehen habe. Etwas käseartiges, undefinierbares. Ich wartete 2 min, als es sich nicht bewegte, wanderte es in den Abfall, es war mir nicht geheuer. Oder in einem Tupper hatte es Pilze mit irgendwas dran, so in Richtung Wildschwein in Pfefferminzsauce. Alles war in Tupper verpackt, aber keiner hatte den richtigen Deckel. Dann hatte es natürlich Twinnings real English Tea im Schrank, der Delizio Kaffee war aufgebraucht (und wieder aufgeüllt) was mich nicht erstaunt, wer trinkt schon gerne farbiges Wasser? Dann scheinen sie auch Gefallem an unserem Brot zu bekommen zu haben, denn ein halbes Pfund Ruchbrot zeugte von Toast Abstinenz. Aarebier hatte bei Innes Anklang gefunden, der Harass war fast leer. Sie haben sich sogar ums Recycling bemüht, im Zeitungsständer waren Karton, Tetrapacks, Aludosen usw. Das hat seinen Grund, in Schottland kann man einfach alles (ausser Glas) in denselben Kübel werfen, und eine arme Sau in der Müraz kann dann alles sortieren. Auch dem Wein und Sherry waren sie nicht abgeneigt und die Kleine durfte Nestlé  Babybrei essen. Ich fand das sehr spannend, denn erst jetzt als alles ausgepackt und versorgt ist, ist es wieder unser Haus. Die Kinder hatten immer noch West european Time, deswegen sind sie erst vor kurzem eingeschlafen. Ich habe mit Emma und Innes noch telefoniert (wir haben sie durch die Scheibe am Flughafen übrigens wieder gesehen) . Bei ihnen ist auch alles okay und sie haben die Ferien sehr genossen. Nach ein paar dutzend Thank You’s verabschiedeten wir uns und versprachen, in Kontakt zu bleiben und uns Ferienfotos zu schicken. Endlich können wir auch sagen, dass wir Freunde in einem anderen Land haben, nur mit dem Unterschied, das wir uns noch nie richtig gegenübergestanden sind…

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20. Juli 2008

20. Juli The last day…

Normalerweise der langweilige Putztag vor der Abreise.. Aber dank Cathy’s umsichtiger Planung haben wir einen Grossteil bereits gestern Abend erledigt. Die Kids nutzten es heute morgen nochmals richtig aus zum spielen und wir konnten in Ruhe fertig aufraeumen. Das ging eigentlich ganz flott und ich muss sagen, es sieht nun sehr aufgeraeumt aus. Unser letzter Ausflug wuerde uns nach Loch Katrin (ja, das heisst wirklich so) fuehren, an der Grenze zu den Highlands, etwa 1h Autofahrt. Ach ja, apropos Auto: Etwas haben wir gestern herausgefunden, eine bahnbrechende Entdeckung! Cathy nahm es immer wunder, wie schnell sie denn ueberhaupt faehrt, da ja alles in Miles angegeben ist. Dave schaute extra im Internet nach und rechnete es in km/h um. Dann eben sahen wir, dass innen am Tacho auch die Geschwindigkeit in km/h steht.. soviel zum Thema selektive Wahrnehmung. Auf dem Duke Pass im Queen Elizabeth Forrest machten wir Mittagspicknick, dort hatte man eine wunderbare Aussicht auf Low und Highlands, und das Wetter spielte auch mit, statt wie vorhergesagt cloudy waren es sunny intervals. Loch Katrin selber war ein wenig ueberlaufen und ziemlich schnell waere man sehr viel Geld los gewesen, aber ohne uns! Loch Ness hat uns viel gelernt. Wir gingen gratis zu Fuss dem See entlang (wobei so ein Golf Chaereli mieten waere schon cool gewesen, aber 40 Stutz..)  und sangen als Motivation fuer die Kids im Marine Rythmus Marschlieder zum nachsingen. Das ging dann etwa so: “S’Mami das to geng vil zwiit, und mir muesse immer mit!” Papa hatte Stress mit dichten, der gelungenste war “Schottland isch jetzt ueses dihei, drum goend mir halt nie me hei!” aber eben, puhuuu, *schneuz*. Nein ich will nicht jammern! Ein schoener Ort zum Abschluss. Die Glaceverkauferin machte einen Mungg wie eine albanische Schuelerin vom OSZ Madretsch und sah auch noch so aus, hatte gerade ein boeses Backflash. Das verschwand aber bald wieder, den wir gingen ins Pub zum Znacht, von Emma empfohlen ins Four Marys. Die Vorhaenge sollen sogar von Mary Stuart’s Bett sein, wer weiss. Anouk und Noel waren ein wenig ueberdreht, aber das Essen schmeckte ihnen sehr und uns auch, nur Gewuerze am Gemuese ist Fehlanzeige. Well, very british indeed. Zu Hause das ich nicht mehr lange so nennen kann gabs noch ein wenig aufzurauemen und vor allem die Kleinen beruhigen. Morgen muessen wir frueh raus. Hoffentlich klappt alles und wir freuen uns auch wieder auf Lyss, so ganz aes chlieses Bizeli..

*coming up the next days: The big Resumee (with Axons)!*

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19. Juli 2008

19. Juli Joker!

Bald sind sie zu Ende, unsere Ferien. Nein, ein Resumee (diese Tastatur kennt keine Axons) ziehe ich spaeter. Am Morgen hatte Emma fuer uns einen Event im Wild life center gebucht. Auf dem Hinweg fuhren wir durch ein Industrie Quartier und ich dachte schon, wir sind hier falsch, aber dann entdeckten wir die Oase inmitten grauer Einoede. The Swiss waren natuerlich ueberpuenktlich und alle anderen kamen erst nachher. Wir gingen auf eine Mini Saeugetier Jagd. Der Ranger hatte 13 Fallen aufgestellt, indenen er hoffte eine Maus oder aehnliches zu fangen. So machten wir uns auf den Weg. Die Kinder durften beim Fallen ausleeren helfen, sogar Anouk hat sich getraut. Erst bei Nummer 4 hatten wir Glueck und eine kleine Hausmaus war, natuerlich lebendig, in der Falle drin. Des weiteren waren wir nicht mehr so erfolgreich, aber Steven der Ranger konnte das mit seinem Charme locker ueberspielen, erst bei Nummer 8 war nochmals eine drin. Bei der 12 fing es heftig an zu regnen und so kehrten wir ins Zentrum zurueck. Dieser Regen setzt uebrigens ein wie eine Dusche, ist aber auch schnell wieder vorbei. Drinnen bastelten wir noch eine Maus aus etwas Distelartigem, sogar Noel machte es Spass und Anouk natuerlich sowiso. Ein gelungener Morgen, auf Spendenbasis! Das war ein sehr guter Geheimtip von Emma. Nach einer ausfuerlichen Mittagspause machte sich zuerst ein wenig Ratlosigkeit und Wehmut breit. Papa wollte noch in die Glenkinchie Destilliery, und nachher? Irgendwie war schon so Kofferpacken Stimmung. Nach den Highlands konnte es ja nur nur bergab gehen, im warsten Sinne des Wortes. Cathy einmal mehr, schlug vor, nachher noch ein wenig weiterzufahren nach East Lothian (rechts von Edinburgh) und noch ein Castle mit Blick aufs offene Mehr anschauen gehen.  Diese Idee sollte sich als wahrer Joker herausstellen! Bei der Distillery gab Papa seine ganzen Pounds fuer zwei Flaschen Special Distillery Edition Single Malts aus, merkte erst bei der Kasse, das sein (virtuelles) Taschengeld ja gar nicht reichen wird. Die Verkaeuferin war aber so erfreut, das er den soeben empfohlenen und probierten Whisky gerade kaufte, dass sie ihm 15 £ ! Rabatt gab, so ging alles wieder auf. Nach einer Fahrt durch die Lowlands kriegten wir beim Tantallon Castle nochmals eine richtige Dosis Scotland verpasst: Als wir durch den Eingangsbereich gingen und das Schloss sahen, merkten wir was uns fehlte: Wir waren auf Entzug! Dieser Anblick machte alles wieder wett. Das  Castle ist von drei Seiten vom Meer umgeben, direkt auf einer hohen Klippe. Auch als Teilruine immer noch sehr beeindruckend. Man konnte auf den hoechsten Turm steigen wo man eine fantastische Aussicht hatte, was wir natuerlich auch taten. Im Hof hatte es einen 32 m tiefen Brunnen, Noel und Anouk waren fasziniert wie lange ein Steinchen brauchte, bis es unten ankam. Das Beste kam erst noch, denn als wir drinnen die Kanone besichtigten, begann es auf dem Meer zu regnen, und als wir rauskamen, spannte sich ein Regenbogen ueber das Meer. Es sah aus, als wuerden die Farben dem Wasser entspringen, dazu diese atemberaubende Landschaft = *Ueberbeiss*.. wie im Kino! Nachdem wir das kraeftig eingezogen hatten, machten wir uns auf den Heimweg, und irgendwie habe ich das Gefuehl, das am Montag wenn wir um 10:20 von dieser Insel abheben, 4 Herzen im A 319 sehr schwer werden…

P.S. Ankunft in Genf Montag 21.7.  13:35  (falls wir den einsteigen:-)

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