Die Wetterkapriolen haben Cathy und Svea ein wenig auf die Gesundheit geschlagen, so machten sich die grossen zwei mit Papa auf den Weg nach Liverpool, eine 40 minütige Zugfahrt von Crewe, mit obligatem Perronwechsel und Verspätung. In der City angekommen gings zur Merseyrail, eine Art S-U-Bahn, die das Umland mit der Stadt verbindet. Für fünf Pfund gabs eine Tageskarte für alle Verkehrsmittel, not bad. Zuerst ging es zur Spaceport Ausstellung, das Busfahren war eine Herausforderung da keine Haltestellen angesagt wurden und der Stationsnamen winzig klein an der Haltestelle angeschrieben war. Dank GPS und Google-Maps sind wir an der richtigen Stelle ausgestiegen. Der Spaceport war jetzt nicht so der Hammer, die Ausstellung bräuchte eine Generalüberholung. Zu unserer nächsten Station, der British Music Experience nahmen wir den nächsten Bus, zu dem wir aber 15 min laufen mussten. Liverpool ist im Zentrum und am Ufer des Mersey-Rivers nett anzusehen, als wir aber ins Hinterland der Stadt liefen, waren wir doch ein wenig schockiert. Ziemlich heruntergekommene Häuser, viel Abfall und nicht sehr angenehm scheinende Zeitgenossen. Bielerinnen und Bieler sind sich das sicher mehr gewohnt klar. Der Bus kam auf jedem Fall und unter dem Fluss durch den Tunnel gelangten wir in die British Music Experience. Der Eintritt war ein wenig teuer, dafür hat es ich wirklich gelohnt. Toll gemacht mit vielen spannenden Exponaten zur guten alten Zeit, als noch richtig gute Musik gemacht wurde. Am Schluss konnte Papa sogar diverse Gibson E-Gitarren ausprobieren, die Teenies gingen schon mal ins Café. Anschliessend besuchten wir das grösste Einkaufszentrum Englands, so gross wird es wohl nicht sein. Als wir ankamen, staunten wir nicht schlecht, es war kein Zentrum, sondern ein ganzes Einkaufsdorf, völlig crazy. Wir haben uns aber zurückgehalten und haben nur im Sports-Direct ein Rugbyshirt und im Lindt-Shop gegen unseren Schoko-Entzug etwas gekauft. Mit der anscheinend „weltberühmten“ Mersey-Fähre (ich habe nicht herausgefunden warum die weltberühmt sind) haben wir noch eine Flussquerung gemacht und uns anschliessend im Bahnhof im Pub ein feines Znacht gegönnt. Für acht Pfund gabs einen Burger mit Chips inkl. Pint, in Zürich gibt es dafür nicht einmal ein Bier… Unser Zug für die Heimfahrt wurde kurzfristig gestrichen, aber Anouk nahm das mit einem schiefen Lächeln zur Kenntnis, schliesslich ist sie abgehärtet von der DB. Für Noël spielte es keine Rolle, solange er Akku hatte. Wir haben es dann doch noch Hause geschafft, auf die englische Art mit Verspätung.


Queen!
Yes!
Brian May?
Danke Wikipedia. Als ehemaliger Queen-Fan wollte ich es genauer wissen. Die meisten Queen-Songs wurden vom Gitarristen Brian May oder dem Bassisten John Deacon geschrieben. In diesem Falle war’s John Deacon: https://de.wikipedia.org/wiki/I_Want_to_Break_Free